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Unreal Tournament 3

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 Spiel-Infos: Unreal Tournament 3
Unreal Tournament 3 Boxart Name: Unreal Tournament 3 (PAL)
Entwickler: Epic Games
Publisher: Midway
Erhältlich seit: 04. Juli 2008
Genre: Shooter
Spieler: 1-16
Features:
720p/1080i/1080p, DD 5.1, Xbox Live
Nach langer Wartezeit und ewigem Hin und Her rund um Konsolenexklusivität, Implementierung von Community-Inhalten und lächerlichen Diskussionen um die limitierte Größe des Speichermediums DVD, hat es nun mit starker Verspätung auch die Xbox 360-Version von Epics nunmehr vierten Ableger des hauseigenen Arena-Shooters Unreal Tournament in die Regale geschafft. Da es sich bei Xbox Live um ein geschlossenes Netzwerk handelt, müssen Spieler der 360-Version von Unreal Tournament 3 auf die Möglichkeit der PS3-Fassung verzichten am PC kreierte Karten in das Spiel zu implementieren. Als kleinen Trost spendierte man fünf zusätzliche Karten, neue Charaktere und einen 2-Spieler-Splitscreen-Modus, den es exklusiv auf dem Xbox-Silberling gibt.
 
Mutmaßlich mit den Konsolen-Versionen im Hinterkopf spendierte man Unreal Tournament 3 eine dezente Überarbeitung der Grundsteuerung. Schon die bloße Ankündigung dieses kleinen Tweaks der Kontrollen reichte aus, um die halbe Community aktiver UT-Spieler zu einem entsetzten Aufschrei zu verleiten. Inzwischen hat sich der Nebel der Angst vor Veränderung verzogen und die neue 1-Press Dodge Steuerung (einmal zur Seite drücken + Sprungtaste) erfreut sich großer Beliebtheit. Tatsächlich gewährleistet die Vereinfachung des Movement Systems das auch Pad-Akrobaten sich beim Einsatz der wichtigen Dodges die Finger nicht verknoten müssen. Double-, Trick- und Walljumps sind ebenfalls möglich aber zumindest in den letzten beiden Fällen nicht präzise genug auszuführen um sich als praktikables Mittel der Fortbewegung zu bewähren. Weitere zentrale Elemente der Spielerfahrung Unreal Tournament ist das hohe Maß an Geschwindigkeit und Präzision. Um diese Eigenschaften zu wahren, zollte man der gegebenen Einschränkung dieser Parameter beim Zielen bedingt durch das Eingabegerät Controller in Form einer Zielhilfe Tribut. Eine dankenswerte Entscheidung die auch dann noch den einen oder anderen Treffer ermöglicht, wenn ihr wie ein Gummiball über die Karte huscht. Tatsächlich funktioniert die Steuerung nach kürzester Eingewöhnungszeit auch mit dem Controller wunderbar und transportiert die gewohnte Dynamik des Originals erstaunlich verlustfrei ins heimische Wohnzimmer.
 

 
Die Schönheit des Kropfes..
Es scheint nicht aus der Mode zu kommen auch im Kern reine Multiplayer-Spiele zwecks Zielgruppen-Maximierung einen Singleplayer-Modus mit auf den Weg zu geben. DICE hat mit Battlefield: Modern Combat und dem jüngst erschienen Bad Company gezeigt, wie man es schlecht und recht machen kann. EPICs Arena-Shooter der dritten Generation gelingt es immerhin der Kampagne die Verinnerlichung der zahllosen Karten und Spielvarianten als Selbstzweck zu verpassen. Die um die Matches der Kampagne herum gesponnene "Story" dagegen ist ihren Namen nicht wert und begeistert lediglich mit sehr beeindruckend gerenderten In-Engine Zwischensequenzen und wird als schmuckloses Beiwerk wohlwollend zur Kenntnis genommen. Daran vermag auch der löbliche Coop-Modus für bis zu vier Spieler nicht zu rütteln.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Leserwertung:
8.4