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Titanfall (Xbox 360)

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 Spiel-Infos: Titanfall (Xbox 360)
Titanfall Boxart Name: Titanfall (Xbox 360) (PAL)
Entwickler: Bluepoint Games
Publisher: EA Partners
Erhältlich seit: 11. April 2014
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 6-12
Features:
keine

Unserem Redakteur Robert Stotzem lag Titanfall lediglich für PlayStation 3 vor. Abweichungen im Test zu den Fassungen der anderen Konsolenversionen sind daher nicht ausgeschlossen.

 
275 Tage "Standby for Titanfall" haben endlich ein Ende. So lange hat sich EA seit der E3 2013 Zeit gelassen, um seinen Hoffnungsträger zu veröffentlichen. Euphorische Lobeshymnen seitens der Presse und die spaßige Beta-Phase haben die Erwartungen an das Spiel währenddessen in die Höhe schnellen lassen. All den guten Ersteindrücken zum Trotz, muss sich Respawn Entertainments erster Titel aber nun in der fertigen Version beweisen. Hat der Shooter wirklich das Zeug dazu, diese achte Konsolengeneration frühzeitig zu prägen?

Willkommen im Grenzland
Beim Blick auf den Werdegang des Studios scheint es so, als würde das Team um Vince Zampella die ständige Herausforderung suchen. Als ehemalige Infinity Ward-Mitglieder haben sie damals die Entscheidung getroffen, mit Call of Duty nach Jahren der Monotonie das Setting zu wechseln. Die moderne Kriegsführung sollte das Franchise neu befeuern. Ein richtungsweisender Schritt, der aus heutiger Sicht ein ganzes Genre für Jahre definiert hat. Viele Entwickler haben versucht das typische Modern Warfare-Spielgefühl zu kopieren und sind gescheitert. Doch sich für alte Erfolge feiern zu lassen, liegt nicht im Interesse von Zampella und Co. Im Streit trennte man sich von Activision und gründete Respawn Entertainment, um die vergangene Leistung sogar noch zu toppen. Im besten Fall würde man die eigene Kreation vom Thron stoßen. Dieser Versuch hat nun endlich seine finale Form angenommen. Treffend betitelt als Titanfall, macht das Team einen Vorschlag, wie der Online-Multiplayer-Shooter der nächsten Jahre aussehen soll.
Ihr zukunftsgerichteter Plan manifestiert sich passenderweise in einem entsprechend futuristischen Setting. Die Menschheit hat begonnen in den scheinbar grenzenlosen Weiten des Alls zu siedeln. Territoriale Grenzen konnten neu erschlossen werden, doch unsere konfliktfreudige Natur haben wir, nach der Vision von Respawn zu urteilen, auch in der Zukunft nicht abgelegt. So werden die fremden Welten nicht aus wissenschaftlichen Gründen besucht, sondern müssen überwiegend für militärische Konfrontationen herhalten. Besonders häufig geraten die verfeindeten Fraktionen des Industriegiganten IMC und der ihr gegenüberstehenden Miliz aneinander. Bei Ersterer handelt es sich um die Interstellar Manufacturing Corporation, welche erst dank der Entwicklung der titelgebenden Titans ihre machtvolle Position erlangen konnte. Doch die Ansammlung von Freidenkern und Raufbolden stellt sich ihr mit geschickten Kampffähigkeiten in den Weg zur totalen Dominanz über das Grenzland. Man merkt, dass die Lore dieser neuen Serie den Entwicklern am Herzen liegt. Mit viel Fantasie haben sie Welten erschaffen, die wundersame Tiere beheimaten und für die imposanten Kämpfe herhalten müssen. Die eigentlich interessante Story wird im Spiel aber nur mühsam und schwer verständlich vermittelt. Der Versuch in Multiplayer-Matches eine Geschichte zu erzählen ist ambitioniert, aber in der präsentierten Form leider nicht optimal gelungen.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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