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The Witcher 2: Assassins of Kings

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 Spiel-Infos: The Witcher 2: Assassins of Kings
Witcher 2: Assassins of Kings - Enhanced Edition Boxart Name: The Witcher 2: Assassins of Kings (PAL)
Entwickler: CD Projekt RED
Publisher: Namco Bandai Partners
Erhältlich seit: 17. April 2012
Genre: Rollenspiel - Action-RPG
Spieler: 1
Features:
keine
Mit der Enhanced Edition hat es The Witcher 2 ziemlich genau ein Jahr nach dem Release der PC-Version endlich auf die Xbox 360 geschafft. Das vom polnischen Studio CD Projekt Red entwickelte Rollenspiel will nach den durchweg positiven Eindrücken auf dem PC nun also auf der Konsole punkten. Ob die Portierung gelungen ist und was die Enhanced Edition alles zu bieten hat, klären wir in den folgenden Zeilen.
 
Gut und Böse war einmal
The Witcher 2 ist anders als Rollenspiele aus den USA oder Japan - positiv anders. Schnell werdet ihr feststellen, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse hier schwer zu definieren sind, befindet ihr euch doch das komplette Spieler über in einer europäisch angehauchten mittelalterlichen Spielwelt. Anstatt wie bei anderen Genrevertretern für klare Verhältnisse zu sorgen, bleiben die hintergründigen Motive der verschiedenen Parteien lange im Dunklen. Das gilt auch für Gerald von Riva, dem Hauptcharakter von The Wichter 2 und seines Zeichens Hexer am königlichen Hofe.

Anstatt euren eigenen Charakter zu definieren, der ohne große Hintergrundgeschichte vom Niemand zum entweder heroisch gefeierten Weltenretter oder zum angsteinflößenden Oberfiesling mutiert, ist Gerald bereits ein gestandener Charakter, mit allen Ecken und Kanten. Zwar habt ihr im Laufe des Spiels mehrmals die Möglichkeit das Geschehen stark zu beeinflussen - so spielt der komplette zweite Akt auf völlig unterschiedlichen Seiten - , Gerald hingegen bleibt seiner Profession als Hexer stets treu und diese ist sowohl mitfühlend, als auch erbarmungslos. Eine der großen Stärken von The Wichter 2 liegt also darin, euch in eine glaubhafte Handlung zu stecken, bei der die einzelnen Antwortmöglichkeiten nicht sofort deren Auswirkung sichtbar machen. So kann es zum Beispiel passieren, dass ihr ungewollt eine vermeidlich schlechte Entscheidung trefft, die sich an anderer Stelle aber wieder als nützlich erweisen kann. Selten fühlten wir uns als geneigte Rollenspieler so stark mit einem Charakter verbunden.

Die Legende vom Hexer
Auch wenn der erste Teil von The Witcher 2007 ausschließlich für den PC erschienen ist (eine 360-Portierung war zwar angedacht, hat aber nie das Licht der Konsole erblickt), ist der zweite Teil trotz der Vorgeschichte auch für 360-Spieler klar zu empfehlen. Manche Andeutungen und Charakterbeziehungen bleiben einem zwar verschlossen, doch schafft es das Spiel eine eigenständige Geschichte zu erzählen, die mehr als zu befriedigen weiß.
 Autor:
Stefan Böhne
Testbericht
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Leserwertung:
9.0