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Risen 3: Titan Lords

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 Spiel-Infos: Risen 3: Titan Lords
Risen 3: Titan Lords Boxart Name: Risen 3: Titan Lords (PAL)
Entwickler: Piranha Bytes
Publisher: Koch Media
Erhältlich seit: 14. August 2014
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1
Features:
keine

Dieser Test basiert auf Risen 3: Titan Lords für den PC. Abweichungen im Vergleich zu Konsolen-Fassungen des Rollenspiels sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen oder werden explizit im Text vermerkt.

Freunde gepflegter, westlicher Rollenspiele dürften sich seit einigen Jahren die Finger nach einem neuen Teil der sogenannten Gothic-Reihe von Piranha Bytes lecken. Diesem Wunsch konnte allerdings das deutsche Entwicklerstudio aus dem Ruhrgebiet bisher nicht Folge leisten, da aufgrund diverser Lizenzprobleme die Rechte am Franchise erst vor zwei Jahren zu den Essenern zurückkehrten. In der Zwischenzeit wurde mit den Risen-Spielen zumindest ein wenig der Geist von Gothic am Leben erhalten. Nachdem man allerdings mit Risen 2: Dark Waters mitsamt südtropischen Piratensetting in mancherlei Hinsicht Schiffbruch erlitten hat, wollte man nun mit Risen 3: Titan Lords wieder alles besser machen. Doch kann man wirklich an alte Erfolge anknüpfen?

Mast- und Schotbruch!
Ihr kennt das – man sucht eben noch an der legendären Krabbenküste mit seiner Schwester Patty nach einem lange verschollenen Schatz und ahnt nichts Böses, bis sich plötzlich ein schwarzes Tor öffnet und diesem ein finsterer Schattenlord entsteigt, um euch die Seele herauszureißen. Ihr kennt das nicht? Für den namenlosen Piratenkapitän, den ihr in Risen 3: Titan Lords spielt, ist dies nur der Auftakt in ein großes Abenteuer. Dieser Prolog offenbart, dass man sich bei Piranha Bytes nicht vollends vom Piratenflair aus Dark Waters entfernen wollte. Wieder spielt man einen Piraten, wieder erwarten den Spieler die scheinbar endlosen Weiten des karibischen Meeres. Und doch zeigt sich nach dem recht zähen Prolog, dass man sich kein voreiliges Urteil erlauben sollte. Seiner Seele entrissen stirbt der namenlose Held des dritten Risen und seine Schwester begräbt ihn im schimmernden Sandstrand der Krabbenküste. Doch bereits in der Nacht schleicht sich der Voodoopirat Bones heran und haucht mit seinen magischen Formeln dem Toten neues Leben ein. Dies gelingt ihm aber nur bedingt, denn noch fehlt dem Kapitän seine Seele. Um also nicht zum Schergen des Schattenreiches zu werden, müssen wir losziehen und unsere Seele wiedererlangen.
 

Kaum haben wir unsere Gliedmaßen vom Sand, der uns eben noch unter sich begrub, befreit, schon öffnet sich uns eine gewaltige Welt zum Erkunden. Während man bei Risen 2 noch linear eine Insel nach der anderen abfahren musste, stehen einem sämtliche Orte in Risen 3 von (Beinahe-)Start weg zur Verfügung. In der Haupthandlung wäre es nun unsere Aufgabe Patty wiederzufinden und uns einer der drei mächtigen Gilden anzuschließen, um so unsere Seele zurückzugewinnen. Doch bereits nach der ersten halben Stunde Prolog lässt das Spiel uns komplett freie Hand. Diese Freiheit ist Segen und Fluch zugleich, denn auf der einen Seite fördert sie so den Forscherdrang des Spielers, auf der anderen Seite geht dies auf Kosten der Handlung. Diese ist daher leider sehr oberflächlich geblieben und bietet kaum Anreize wieder aufgenommen zu werden. Viel lieber will man die unzähligen kleinen Quests erleben, die die noch zahlreicheren Charaktere auf den Inseln plagen und so winzige Geschichten erzählen. Da allerdings die Dialoge in Risen 3 zwischen belanglos und hochnotpeinlich tendieren, verkommen auch diese auf Dauer zu einem notwendigen Übel, um Ruhm zu erlangen.
 Autor:
Sascha P. Ritter
Testbericht
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Leserwertung:
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