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Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (PS3)

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 Spiel-Infos: Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (PS3)
Metal Gear Solid V: Ground Zeroes Boxart Name: Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (PS3) (PAL)
Entwickler: Kojima Productions
Publisher: Konami
Erhältlich seit: 20. März 2014
Genre: Action - Stealth
Spieler: 1
Features:
exklusive Mission für PlayStation und Xbox

Unserem Redakteur Sascha P. Ritter lag Metal Gear Solid V: Ground Zeroes lediglich für PlayStation 3 vor. Abweichungen im Test zu den Fassungen der anderen Konsolenversionen sind daher nicht ausgeschlossen.

 
Viele haben es versucht, doch umso mehr sind an der harten Aufgabe gescheitert. In zwölf Jahren Gaming Universe-Geschichte haben grade einmal FÜNF Spiele die von Entwicklern und Publishern so heißbegehrte Höchstwertung von zehn Punkten von uns erhalten. Metal Gear Solid IV: Guns of the Patriots war vor sechs Jahren ein solches Meisterwerk. Jetzt schlägt der Gamedirector Hideo Kojima ein neues Kapitel in der Metal Gear Solid-Historie auf. Doch was uns nun in der Gestalt von Metal Gear Solid V: Ground Zeroes vorliegt, ist lediglich ein Appetizer auf das ganz große Abenteuer in The Phantom Pain. Kann der nächste Ableger in die gewaltigen Fußstapfen seines Vorgängers treten?

Ein Wiedersehen mit der nackten Schlange
Eine mysteriöse Gestalt nähert sich im schmuddeligsten Regenwetter, begleitet vom geifernden Gebell der Wachhunde, dem Zaun des Gefangenenabschnittes von Camp Omega. Mit einem Salut öffnet ein Soldat das Tor und lässt den Mann herein. Schnurgerade bewegt sich dieser auf einen Käfig zu, in dem ein kleiner, regungsloser Junge in orangem Overall hockt. Zuerst beobachtet er den Jungen, dann wirft er ihm einen Walkman zu. Mit einem Kopfhörer, dessen Stecker  in seiner Brust angestöpselt ist, fängt der Junge an der Kassette im Walkman zu lauschen. Nur schemenhaft können wir das verbrannte Antlitz des Mannes erblicken. Unter den Klängen der Musik von Ennio Morricone verlässt dieser nun die Szenerie, steigt in einen Jeep und fährt durch das komplette Camp zu einem wartenden Hubschrauber. Dort angekommen, lässt er den Schriftzug "XOF" vom Rumpf verschwinden und steigt mit seinen Soldaten ein. Während sie das Camp überfliegen, reißen sie sich das Emblem ihrer Organisation mit demselben Schriftzug und einem nach rechts blickenden Fuchs von den Revers und werfen die Fetzen über Bord.
Der mysteriöse Mann ist Skull Face, der Kommandant einer paramilitärischen Einheit, die den Jungen mit Namen Chico entführt und in besagtes Camp Omega verschleppt haben. In Metal Gear Solid V: Ground Zeroes schlüpfen wir in die Haut der schleichenden Schlange Naked Snake alias Big Boss, der die Aufgabe hat besagten Jungen und seine Begleiterin Paz aus den Fängen dieser Organisation zu befreien. Und wenn man nach maximal anderthalb Stunden diese Hauptmission erledigt, das Ende des Prologs erreicht und die spektakulären Schlusssequenzen erlebt hat, kommt man nicht umhin mit Faszination, Begeisterung, aber auch ein wenig Verwunderung auf die verbrachte Zeit zurückzuschauen. Die "Bezahl-Demo", die uns Kojima Productions vorsetzt, beinhaltet den Prolog des später erscheinenden Metal Gear Solid V: The Phantom Pain und kann daher nicht unter normalen Gesichtspunkten betrachtet werden. Von einer Handlung kann man in Ground Zeroes schlecht reden, schließlich ist die Hauptmission nur eine Momentaufnahme, die knapp neun Jahre vor den eigentlichen Geschehnissen des Hauptspiels angesiedelt ist. Dennoch, was Kojima auf den Fernseher gezaubert hat, könnte in ähnlicher Form gerne auch mal wieder auf der Leinwand seine Heimat finden. Vor allem die intensive Kameraführung schafft es sehr gut den Spieler in die Mission hineinzuziehen, obwohl im Grunde – sieht man von der Einleitung und dem Finale ab - keine wirklichen Informationshäppchen zur Handlung verraten werden.
 Autor:
Sascha P. Ritter
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