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Lightning Returns: Final Fantasy XIII (PS3)

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 Spiel-Infos: Lightning Returns: Final Fantasy XIII (PS3)
Lightning Returns: Final Fantasy XIII Boxart Name: Lightning Returns: Final Fantasy XIII (PS3) (PAL)
Entwickler: Square Enix 1st Production Department
Publisher: Square Enix
Erhältlich seit: 14. Februar 2014
Genre: Rollenspiel - Action-RPG
Spieler: 1 (offline)
Features:
DLC, optionale Voll- und Teilinstallation

Dieser Test basiert auf der PlayStation 3-Version. Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden Xbox 360-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen. 

Eigentlich ist der komplexe Ablauf der neu geformten Final Fantasy XIII-Trilogie doch ganz simpel: Die Funktion von f mal SQ durch T ist größer gleich 0. Hinter dieser Funktion steckt das ganz logische Prinzip der Entropie. Entropie? In unserem Universum bedeutet es so viel, dass sich ein Zustand immer von Ordnung in Unordnung transformiert. Nehmen wir ein ganz banales Beispiel: Es ist kein großer Akt einen Kristall fallen und damit in Einzelteile zersplittern zu lassen, doch es wären unvorstellbare Kräfte und ein großer Aufwand nötig, um die verteilten Einzelsplitter wieder in den Urzustand zurückzusetzen. Als man sich bei Square Enix dazu entschloss das eigentlich abgeschlossene Ending von Final Fantasy XIII zersplittern zu lassen, konnte das nur in einem großen Chaos enden und seit jeher versucht Motomu Toriyama diesen nahezu unmöglich aufzuhebenden Zustand wieder mühsam umzukehren. Nun nähern wir uns dem Ende der Trilogie und können der Frage nachgehen, ob es ihm tatsächlich gelungen ist, die einzelnen Splitter wieder zu einem Ganzen verschmelzen zu lassen.

Hat jemand den passenden Sekundenkleber parat?
Mit der Geschichte von Final Fantasy XIII-2 wurde die Charakterbehandlung durch verschiedene Timelines bereits hoch komplex und so manch ein Spieler kam nicht mehr ganz mit den Motiven der einzelnen Charaktere mit. Nunja, das haben Zeitsprünge eben so an sich. Jetzt, in Lightning Returns: Final Fantasy XIII jedoch, erscheinen einem selbst als guter Kenner der Vorgänger die Charaktere mehr als nebulös. Sie sind anders. Verhalten sich anders. Sehen größtenteils aber wie in den Vorgängern aus. Doch was wollen sie überhaupt alle erreichen? Letztendlich versuchen sie sich alle ihrem eigenen Schicksal zu widmen und das Chaos auf unterschiedliche Weise zu bändigen. Während ihr mit der aus dem Kristallschlaf erwachten Lightning als übermächtige Seelenerlöserin in Auftrag von Gott, Bhunivelze, die letzten 13 Tage der Welt von Nova Chrysalia, eine Verschmelzung von Grand Pulse und Walhalla, durchreist, trefft ihr auf alle möglichen Ex-Mitstreiter und werdet in einen abstrakt formierten Scherbenhaufen geworfen, der euch danach mit mehr Fragezeichen dastehen lässt als zuvor. Wie bei einem Puzzle versucht man sich immer und immer wieder die einzelnen Kristallfragmente zusammenzusetzen, doch auf die richtige Lösung kommen nur wenige. Nein, dieser Fakt ist nicht dem Spieler, sondern der konfus aufgezogenen Story geschuldet, die sich trotz ständiger Erklärungsversuche und Rückblenden in sich selbst verrennt. Hatte man bislang immer das Gefühl, dass es um etwas Größeres - die unabdingbare Rettung der Welt - ginge, treten eigentlich nebensächliche Dinge wie die schier unmögliche Rettung Serahs oder das erneute Zusammentreffen diverser Charakterduos ins alltägliche Zentrum. Wäre das in einer Welt, in der keiner altern kann, kurz vor dem Ende der Welt nach 500 Jahren Erhaltung des Status Quo überhaupt noch relevant? Nein.
 Autor:
Dominic Ruthardt
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