Xbox 360 » Tests » F » Far Cry 4 (One)

Far Cry 4 (One)

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
 Spiel-Infos: Far Cry 4 (One)
Far Cry 4 Boxart Name: Far Cry 4 (One) (PAL)
Entwickler: Ubisoft Montréal
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 18. November 2014
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1 - 10
Features:
Companion App

Dieser Test basiert auf der Xbox One-Version von Far Cry 4. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden Xbox 360-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen. 

Ubisoft stellt dem Spieler mit Far Cry 4 wieder eine interessante Frage: "Was wäre, wenn...?". Zwar findet man sich diesmal nicht auf einer Südsee-Insel wieder, die von einem wahnsinnigen Drogen-Piraten beherrscht wird, aber das mystische Kyrat bietet seine ganz eigenen Herausforderungen und Gefahren. Versteckt zwischen den majestätischen Bergspitzen des Himalayas müsst ihr hier als Ajay Ghale inmitten eines Revolutionskrieges einen Weg finden, den letzten Wunsch der verstorbenen Mutter zu erfüllen. Mehr denn je legen die Entwickler Wert darauf, dass ihr einen eigenen Pfad einschlagen könnt, um dieses Ziel zu erreichen. Also, solltet ihr euch dem Terrorregime von Pagan-Min entgegenstellen? Ich habe es getan und berichte im Folgenden von meinen Erlebnissen in Kyrat.

Ubisoft durch und durch
Mittlerweile wissen wir, dass alle Open World-Spiele von Ubisoft einer bestimmten Formel folgen. Entdecken + Kämpfen + Sammeln = X. Die ausstehende Variable dieser Gleichung ist je nach eigenem Geschmack anders zu interpretieren. Bei einem Großteil der Spieler scheint "Spaß" die passende Ergänzung zu sein. Das bestätigen wenigstens die stets ausgezeichneten Verkaufszahlen. Manche von euch könnten sich allerdings so langsam an dem Schema sattgespielt haben. Falls ihr zur zweiten Gruppe gehört, kann ich euch nur schwer von Far Cry 4 überzeugen, denn auch die Grundstruktur des First-Person-Shooters ähnelt dem bekannten Modell stark. Auf einer weitläufigen Karte befinden sich Orte, in diesem Fall Propaganda-Funktürme, die bei erfolgreichem Erobern interessante Objekte und Stellen in der Spielwelt offenbaren. Dort angekommen wartet entweder eine actionreiche Aufgabe oder eines von unzähligen Collectibles auf den neugierigen Spieler. Die Anzahl an Sammelobjekten übertrifft in diesem Fall sogar die übliche Quote. Selbst die hartgesottensten Ubisoft-Schatzjäger dürften von der schieren Anzahl überwältigt werden. Trotz alledem bietet der Kampf in und um Kyrat auch eigene Qualitäten und sinnvolle Verbesserungen zum direkten Vorgänger.
 
Wie du willst
Das Leitprinzip Freiheit ist in den meisten Aspekten des Spiels spürbar. Der Großteil der Missionen richtet sich ganz nach dem präferierten Vorgehen desjenigen mit dem Gamepad in der Hand. Ob ihr euch mit Sturmgewehr im Anschlag durch die Vordertür den Weg freikämpft, oder aber doch den altbewährten Bogen spannt und die offene Spielwelt für einen Überraschungsangriff nutzt, steht euch frei. Beide Ansätze sind euch zu langweilig? Dann ist vielleicht der neue Gyrocopter mehr nach eurem Geschmack. Dieser eher zweckmäßig zusammengeschusterte Flugapparat bietet sich an, wenn ihr einen Granatwerfer euer Eigen nennt. Ein paar Flüge über das feindliche Camp und die Gegnerdichte wird erfreulich schnell geringer. Wer einen Draht zur Natur hat, kann natürlich auch ein paar Fleischköder verteilen um Tiger anzulocken und selbst auf einem Elefanten die Stellung von Pagan-Mins Schergen ins Chaos versetzen. Wer schon gegen Vaas gekämpft hat, wird sich über die neuen Möglichkeiten freuen, aber gleichzeitig schnell zurechtkommen. Doch es warten auch neue Herausforderungen. Die feindlichen Truppen sind mit neuen Krieger-Varianten ausgestattet. Mit Bögen bewaffnete Stealth-Krieger lauern auf und können die heimische Tierwelt gegen euch einsetzen. Wer also voreilig eine Raubkatze aus ihrem Käfig befreit, ohne vorher mit der Kamera alle Feinde zu scannen, darf sich nicht wundern, wenn das Tier plötzlich Jagd auf den Befreier macht. Gleichzeitig reagiert der schwerbewaffnete Rest im Vergleich zu Far Cry 3 deutlich aggressiver auf eure Fehler. Einmal entdeckt, müsst ihr damit rechnen von Flammenwerfern, Granaten, Scharfschützen und nicht zuletzt heftigem Mörserbeschuss aus der Deckung gehetzt zu werden. Das gewohnt-spaßige Kerngameplay der Reihe ist also auch im vierten Ableger voll intakt.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-