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Far Cry 3: Blood Dragon

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Die Storymissionen glänzen im Gegensatz dazu mit einigen witzigen, originellen Ideen. So streift ihr einmal beispielsweise durch eine Zuchtanlage für Zombie-Soldaten, oder vereitelt den Plot von bösartigen mutierten Schildkröten. Ja, ihr habt richtig gelesen. Diese Reptilien haben sich in hinter engen Gängen versteckt und zahlreiche Fallen gelegt. Doch du wärst nicht Sergeant Rex 'Power' Colt, könntest du dich nicht auch gegen diese schrecklichen Wiedersacher zur Wehr setzen. Es sind diese irren Momente in denen Far Cry 3: Blood Dragon glänzt. Füllmaterial in Form von stupiden Niedermähen der Gegnerhorden kann aber dank des überzeichneten Waffen- und Fähigkeiten-Areals eurer Spielfigur dennoch unterhalten. Im Gegensatz zu Jason Brody kann Sergeant Colt Stürze aus jeder Höhe überleben, unaufhörlich sprinten und tauchen. So fühlt ihr euch nicht nur einmal als ultimativer Terminator! Schade, dass alle Storymissionen nach gerade einmal zwei Stunden absolviert sind. Auch mit allen Nebenaufgaben bleibt der Umfang des Spiels bei weit unter zehn Stunden.

FAZIT
Far Cry 3: Blood Dragon hat einige Probleme. Die Gegner-KI verdient den Namen nicht, das Design der Spielwelt und der Kampfareale wirkt auf den zweiten Blick lieblos zusammengeflickt. Dennoch hatten wir Spaß mit dem Spin-Off. Es gibt immer wieder herrlich witzige Momente und Anspielungen, die uns über die meisten Probleme hinwegsehen ließen. Im Gegensatz zu Duke Nukems letzten Auftritt schafft Blood Dragon genauso stupide wie unterhaltsam zu sein. Und das ist durchaus eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass ein Druck auf den rechten Stick Feinden den Mittelfinger zeigt. Wer Filme wie Tron und Terminator auswendig kennt, oder letztes Jahr viel Spaß mit dem Ausflug auf die Drogeninsel von Vaas hatte, darf zugreifen. Zumindest wenn man sich nicht an dem knappen Umfang stört.
Far Cry 3: Blood Dragon ist entgegen anfänglicher Vermutung kein Aprilscherz, sondern ab sofort für 1200 Microsoft Points bzw. 15 Euro erhältlich. Das Hauptspiel wird nicht benötigt.

Daher für Einzelspieler gut.
 Autor:
Robert Stotzem
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