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Create

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 Spiel-Infos: Create
Create Boxart Name: Create (PAL (dt.))
Entwickler: EA Bright Light
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 18. November 2010
Genre: Kreativ
Spieler: 1
Features:
Level-Upload
Kreatives Schaffen geht in der Videospielewelt oft leider nicht über die optische Gestaltung des eigenen Avatars und vielleicht noch des erspielten Vehikels in Rennspielen hinaus. Alle anderen, vermeintlich freien Gestaltungsräume engen den Spieler am Ende dann doch durch das Spielziel wieder ein und drängen auf eine bestimmte, optimale Kombination, die man bestenfalls noch auf unterschiedliche Situationen neu abstimmen muss. Und das ist in diesen vielen Fällen gut so, denn die meisten Spielprinzipien würden ihre Herausforderung preisgeben und weniger Spiel als Editor-Werkzeug sein. Create wagt den Spagat zwischen Spielaufgabe und gestalterischen Elementen, um kreative Köpfe anzuregen und zum Experimentieren zu drängen.
Probieren geht über Studieren
Das „Spielprinzip“ von Create bilden Physik-Rätsel, die in unterschiedlichen, zweidimensionalen Levels arrangiert wurden und bei erfolgreichem Absolvieren die sogenannten „Funken“ preisgeben. Mit dieser Spielwährung schalten sich nach und nach neue Welten frei, die beispielsweise an Themen wie dem Weltraum, Vergnügungsparks oder Fahrzeuge angelehnt sind. Je nach Vorgabe müssen Aufgaben entweder mit nur begrenzten Gegenständen gelöst oder eben möglichst viele Dinge kreativ eingebaut werden. So soll man mit einer begrenzten Anzahl von Rampen beispielsweise einem Fahrzeug den Weg zum Checkpoint ermöglichen. Dazu werden zunächst mit dem schnell erlernten Menü in Ruhe die Rampen platziert und dann der Start-Knopf gedrückt und der Wagen rollt los. Klappt es nicht, wird alles wieder auf Anfang gesetzt und man kann seine Anordung bearbeiten. Aktiv ins Geschehen eingreifen ist nicht möglich, wodurch man viel vorausdenken und ausprobieren muss. Besonders in späteren Leveln ist die Lösung nur mit viel Experimentierfreude möglich. Da müssen mit Walzen und Trägern Fahrzeuge gebaut, mit einem speziellen Kleber Reaktionen verzögert oder fallende Bälle mit Teleportern ins weit entfernte Ziel gelenkt werden.

Selfmade
Die Aufgaben werden dabei anspruchsvoller und können im weiteren Verlauf durchaus zu Kopfzerbrechen führen, müssen aber nicht immer sofort gelöst werden. Bei anderen Aufgaben kann man unbegrenzt aus seinem Repertoire schöpfen, um die gewünschte Reaktion mit möglichst vielen Interaktionen herbeizurufen. Anstatt also ein Auto einfach per Rampe über eine Schlucht zu befördern, kann man es an Luftballons hinüberschweben lassen, die mit Ventilatoren betrieben werden. Dann lässt man die Luftballons an vorher befestigten Stachelkugeln platzen, der Wagen fährt wieder und um den Bonuspunkt in der Luft mitzunehmen, wird dazwischen noch eine Schleuderrampe aufgestellt. Wenn dann alle „Funken“ erreicht wurden, bleibt einem noch der umfangreiche Editor in dem man nicht nur die Umgebung farblich und dekorativ umgestalten kann, sondern selbst Aufgabenstellungen gestalten und sich schwierige Kopfnüsse in aller gewünschten Verrücktheit ausdenken kann. Das wird natürlich erst dann witzig, wenn andere sich daran versuchen, also kann man die erstellten Level einfach hochladen oder sich selbst an den Aufgaben von anderen Spielern versuchen.
 Autor:
Neels Behrend
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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