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Call of Duty: Black Ops

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Technische Betrachtung
Eigentlich kann man überhaupt nicht meckern. Einige hätten sich vielleicht eine optische Verbesserung im Vergleich zu Modern Warfare 2 gewünscht, doch aufgrund der selben Engine und dem kurzen Zeitraum seit der Veröffentlichung von MW2 konnte man das nicht wirklich erwarten. Selten werden mal in der Ferne Objekte nachgeladen, doch das stört wenig. Bei der Umsetzung gibt es allerdings ein paar Mängel. Die Rücksetzpunkte wurden wirklich dämlich gewählt. Während man es in den niedrigeren Schwierigkeitsgraden kaum merkt, gehen einem die unnötigen Laufwege extrem auf die Nerven. Meistens kommen dann noch Sequenzen dazu, sodass ihr minutenlang wartet bis ihr wieder an der gewünschten Stelle seid. Voller Ungeduld stürmt man meistens wieder los und der Vorgang wiederholt sich erneut ... Ein Beispiel? Ihr überlebt einen Grabenkampf und flüchtet durch einen Tunnel. Beim Eingang ist der Rücksetzpunkt und ihr habt gleich vier Männer im Schlepptau. Jetzt lauft ihr erst durch den Tunnel, analysiert danach die Situation und müsst euch einen Berg gegen unendlich auftauchende Gegner hinab kämpfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr an dieser Stelle ins Gras beißt ist selbstverständlich sehr hoch und ratet mal was passiert, wenn ihr mitten auf dem Abhang eine Kugel mit dem Kopf abfangt. Richtig. Ihr seid wieder oben im Tunnel und dürft euch die selbe Leier eurer Kameraden nach dem Marsch anhören. Davon gibt es noch einige wirklich ungünstig gesetzte Rücksetzpunkte. Bei der KI der Helfer darf man auch gerne meckern. Nicht, dass sie keine Gegner erledigen - das bewältigen sie mit Bravour wenn man ihnen die Zeit gibt. Das Schlimme an ihnen ist, dass sie euch ständig im Weg stehen. Da bastelt man auf der Karte wenige Hindernisse in den Weg und muss dann feststellen, dass eure Kumpanen verdammte Egoisten sind! Manchmal fragt man sich auch, warum sie an so dämlichen Stellen stehen, dass man sie gerne mal für Gegner hält. Unglaublich nervig, wenn man dann dafür bestraft wird den eigenen Mann erschossen zu haben. Da würde man ihm gerne rein aus Prinzip gleich nochmal eine Kugel verpassen.
Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln. Vor allem der Einsatz der Ego-Perspektive wird sehr gut ausgeweitet, sodass ihr aus diesem Betrachtungswinkel nicht nur Kampfszenen bewältigt, sondern alle möglichen Aktionen durchführt, was eine authentische Atmosphäre erschafft. Man bekommt ein audiovisuelles Spektakel geboten und die Framerate bleibt konstant im grünen Bereich. Zumindest was den Singleplayer-Modus angeht. Im Multiplayer-Modus sieht die Sache leider ganz anders aus. Die Server sind nicht gerade optimal, sodass ständig Lagging auftritt. Das kann ordentlich auf die Nerven gehen, vor allem wenn man ein ganzes Magazin benötigt, um feststellen zu müssen, dass man schon wieder nachladen muss und BOOM. Das war es. Dank Erfahrungsberichten unserer Community können wir dies auch für die PS3-Version bestätigen. Es liegt definitiv an den Servern.
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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Leserwertung:
8.0