Xbox 360 » Tests » B » Burnout Revenge

Burnout Revenge

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
 
Wie war ich?
Unterteilt ist die über 20 Stunden dauernde Welt-Tour in zehn Abschnitte, die eueren aktuellen Rang widerspiegeln. Um also die höheren Klassen besuchen zu können, müsst ihr zuerst eueren Rang steigern. Dies geschieht erstens durch das erfolgreiche Absolvieren der Events, was euch eine von drei Medaillen (Gold, Silber oder Bronze) einbringt. Und zweitens müsst ihr während eines Wettbewerbs auf die „Event-Anzeige“ schauen, die sich durch besondere Aktionen wie Takedowns, ununterbrochenem Turbo ohne Crash usw. auffüllt und euch eine Bewertung zwischen „OK“ und „Wahnsinn“ gibt. Ist nach Ende eines Events die beste Wertung erreicht, erhaltet ihr dafür vier Sterne, einen weiteren Stern gibt es für die Goldmedaille. Nur so gilt ein Event als wirklich abgeschlossen. Wenn euch aber eine Aufgabe mal zu schwer erscheinen sollte, könnt ihr diese auch erst einmal liegen lassen und euch anderen Events zuwenden - der recht non-lineare Spielverlauf macht’s möglich. Denn mit dem Erfolg stapeln sich auch immer mehr Fahrzeuge in der digitalen Garage und mit dem richtigen fahrbaren Untersatz können dann auch einstige Monsteraufgaben gemeistert werden.
Gegen den Rest der Welt
Glücklicherweise hat sich Criterion noch einmal der kritischen Stimmen zur KI im letzten Teil angenommen. Damals hätte man fahren können, als wenn der Teufel persönlich hinter einem her gewesen wäre, die Gegner sind trotzdem immer wieder herangerückt (diese Tatsache wurde nicht zu Unrecht als „Gummiband-Effekt“ bezeichnet). Dieses Manko wurde nun deutlich entschärft, wenn auch nicht ganz aus der Welt geschafft. So tauchen die gegnerischen Fahrer auch jetzt noch, selbst wenn man sie gerade erst mit einem Takedown beglückt hat, wieder verdächtig schnell auf, aber eben nicht mehr so penetrant wie früher. Wer mal Pause von der leicht mogelnden Konkurrenz haben möchte, wird im Mehrspielermodus seinen Seelenfrieden finden, zumindest bis euch ein menschlicher Kontrahent zeigt, wo der Hammer hängt. Bis zu sechs Spieler können sich nacheinander oder (per lokales Netzwerk) gleichzeitig in den verschiedenen Modi austoben, die auch die Welt-Tour zu bieten hat. Während der süchtigmachenden Gefechte, werdet ihr den Machern auch für die überarbeiteten Menüstrukturen danken, zumindest wenn ihr euch in dieser Beziehung schon mit dem Prequel auseinandersetzen musstet. Den wahren Zeitkiller stellt aber wie erwartet der Live-Modus dar, über den alle Modi mit bis zu sechs Spielern gespielt werden können. Besonders hervorzuheben ist, dass man sich möglichst bemüht hat, das Spielgefühl des Einspielermodus auch hier beizubehalten. So wird euch zum Beispiel durch eine Einblendung zu Beginn jedes Rennens gezeigt, welcher Fahrer der Gruppe gerade den besten Online-Rang innehat. Aber auch alte Feinde werden für euch gekennzeichnet: Hat euch etwa ein gegnerischer Fahrer in einen Takedown gezwungen, so wird dieser für euch fortan als Rivale bezeichnet, eben bis ihr euch mit einem weiteren Takedown gebührend revangieren konntet. Doch auch den eigenen Leistungen soll es an Lob nicht mangeln und so könnt ihr bis zu drei eigene Clips online stellen, die während der Welt-Tour entstanden sind und möglichst spektakulär ausgefallen seien sollten, denn nur dann besitzen sie eine Chance, um in die Top 20 Liste der meist angesehensten Clips zu kommen. Damit dies etwas schneller geht, könnt ihr eueren Online-Freunden auch vorgefertigte Nachrichten schicken, die sie zum Download der eigenen Werke animieren sollen. Aber nervt sie nicht zu oft damit, sonst sind es die längste Zeit eure Online-Freunde gewesen… Kritik müssen sich dagegen mal wieder die Server von EA gefallen lassen, die für auffallend häufige Rauswürfe aus dem Online-Modus verantwortlich sind. Gerade für einen so großen Konzern ist das inzwischen mehr als peinlich und nimmt etwas von der großartigen Online-Erfahrung bei Burnout Revenge.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
7.9