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Burnout Paradise

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 Spiel-Infos: Burnout Paradise
Burnout Paradise Boxart Name: Burnout Paradise (PAL)
Entwickler: Criterion Games
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 24. Januar 2008
Genre: Racer - Arcade
Spieler: 1-8
Features:
16:9, HDTV 720p/1080i, Xbox Live, DD 5.1
Das Paradies sieht in der Vorstellung vieler Menschen ähnlich aus: Wolken, willige blonde Engel und fehlen darf es als Honorierung des sündenfreien Lebens ebenfalls an Nichts. Fragt man aber das Team von EAs Inhouse-Entwickler Criterion, ist das Paradies eine Stadt. Eine große dreckige Stadt. Eine Stadt in der es keine Regeln gibt, das einzige Recht bleibt das des Stärkeren. Ohne arbeitswütige Ordnungshüter oder unbeholfene Passanten. Diese Stadt im Nirgendwo trägt den verheißungsvollen Namen „Paradise City“ und soll die Erfüllung aller zerstörungswütigen Rennspieler sein.

Burnout meets Need for Speed
Mit dem ersten echten Burnout dieser Konsolengeneration – Burnout Revenge war unter dem Strich trotz der dezenten Grafikpolitur nur ein Relikt aus der letzten Konsolengeneration – betritt Criterion zumindest serientechnisches Neuland. Burnout Paradise bietet dem Spieler erstmals eine völlig frei befahrbare Stadt als Spielumgebung. Stumpfes abarbeiten unzähliger Aufgaben verschiedener Art gehören der Vergangenheit an. Wollt ihr ein Event starten, geschieht dies vor einer der 120 mit Aufgaben bedachten Straßenkreuzungen des Spiels. Diese wollen allerdings erst gefunden und angefahren werden. Womit wir auch bereits bei einem der größten Kritikpunkte des Spiels angelangt sind: Events lassen sich nicht optional aus dem Menü heraus starten. Dies impliziert auch eine Option um verlorene Rennen direkt wiederholen zu können. Im Klartext bedeutet dies: Steckt ihr eine Niederlage ein, weil ihr euch beim Ausloten des kürzesten Weges zum Ziel mal wieder verzettelt habt, gilt es erst mühselig zur Ausgangskreuzung zurückfahren um einen weiteren Versuch in Angriff nehmen zu können. Dafür, dass dies schnell nervig wird, sorgt die Größe der Stadt. Da die klassischen Rundrennen der Design-Schere zum Opfer gefallen sind (In Paradise tretet ihr nur in Punkt-nach-Punkt-Rennen gegen bis zu sieben K.I.-Kontrahenten an), werdet ihr beispielsweise oft gezwungen, den langwierigen Weg aus den kurvigen Serpentinen der Bergstraßen von White Mountain zurück nach Downtown Paradise zu suchen.
 

 
Burnout Paradise wäre aber kein Burnout, wenn es dabei nicht ordentlich zur Sache gehen würde. Auf den Straßen von Paradise-City herrscht pure Anarchie. Crashs gehören zum Rennfahreralltag ebenso dazu, wie waghalsige Sprünge oder Geschwindigkeiten, die euch die Tränen in die Augen treiben werden. Wer bei aktiviertem Boost einmal zu viel blinzelt, findet sich im nächsten Augenblick nämlich im wahrsten Sinne des Wortes zusammengefaltet an der nächsten Wand wieder. Dies ist genau wie im wahren Leben nicht unbedingt ein Grund zur Freude, auch wenn ihr bei einem der äußerst zahlreichen virtuellen Unfälle lediglich wertvolle Sekunden an der Wand hängen lasst und nicht etwa einen roten, triefenden Klecks.
 Autor:
Henrik Zenses
Testbericht
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Leserwertung:
8.9