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Birds of Steel

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 Spiel-Infos: Birds of Steel
Birds of Steel Boxart Name: Birds of Steel (PAL)
Entwickler: Gaijin Entertainment
Publisher: Konami
Erhältlich seit: 15. März 2012
Genre: Simulation
Spieler: 1 (offline), 4-16 (online)
Features:
Unterstützung von Cockpit-Controllern
Viele Träume werden für die meisten Menschen nie in Erfüllung gehen. Nicht jeder kann Formel-1 Pilot, Fußball-Star oder Heerführer werden. Trotzdem spornen diese unerreichbaren Wünsche Menschen an, nichtsdestotrotz in diesen Gebieten privat zu forschen. Besonders das Fliegen hat es den Menschen seit jeher fasziniert. Kein Wunder dass es Menschen bewegt Museen zu gründen, Unsummen für alte, restaurierte Flugzeuge zu bezahlen oder den Keller in ein virtuelles Cockpit umzubauen. Mit Letzterem kennt sich das russische Entwicklungsstudio Gaijin Entertainment besonders gut aus. Sie haben bereits mit IL-2 Sturmovik: Birds of Prey gute Arbeit im selten auf Konsolen antreffenden Flugsimulations-Genre abgeliefert. An diesen Erfahrungen kann sich nun ihr neustes Werk Birds of Steel köstlich laben. Jedoch bleibt das Genre weiterhin eine sehr spezielle Köstlichkeit für Menschen mit besonderen Träumen. Ob Birds of Steel aber vielleicht sogar themenfremde Spieler in grenzenlose Höhen katapultieren kann, ist eine spannende Frage. Eventuell steigert es die Anzahl von fliegenden Träumern.
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Weltkrieg mit schönen Aussichten
Immer mal wieder ergibt sich die seltene Gelegenheit auf Spielentwickler zu stoßen, die entgegen des eigenen Wissensstandes offensichtlich Fachkenntnisse ins Spiel mit einbringen. Eine Spiel-Session in Birds of Steel ist genau solch eine seltene Situation. Die über 100 verschieden auf realen Baupläne basierenden Flugzeuge sind authentisch mit voller Liebe zum Detail ins Spiel aufgenommen. Vom Cockpit bis zum Schadensmodell, jedes noch so kleine Element wird in Betracht gezogen. Die Entwickler wissen genau, wer die Stars des Spieles sind und sie haben ihnen allen den nötigen Respekt gezollt. Ähnlich respektvoll ist der historische Feldzug-Modus aufgebaut. In 19 Missionen könnt ihr die wichtigsten Luftschlachten zwischen den Amerikanern und Japanern im 2. Weltkrieg nacherleben. Schwarzweiße Filmaufnahmen erklären äußerst informativ den historischen Kontext jeder Mission. Zwar wiederholen sich die Schauplätze und Situationen öfters, stellen aber eben genauso wichtige Ereignisse der Geschichte da. Im Einzelspieler-Modus kann dann auch an der Ostfront, Westfront, am Mittelmeer und Pazifik auf Seiten anderer Länder wie Russland, Deutschland und Australien, gekämpft werden. Wem diese Auswahl immer noch nicht genügt, der kann im Missioneneditor eigene Situationen unter gewünschten Bedingungen erstellen. Birds of Steel bietet jedes mögliche Szenario, welches ein Kampfjägerpilot zu bewältigen hatte. Spannende Zweikämpfe, Angriffe auf Bomber, Schiffe versenken mit Torpedos, Aufklärungsflüge und viele weitere Aufgaben stehen zur freien Verfügung. Kombiniert mit einstellbaren Variablen, wie Windstärke, Tageszeit, Wetter, Treibstoff, Munition und natürlich den kleinen individuellen Unterschieden aller freispielbaren Flugzeuge, erzeugt jede Mission ein neues Spielgefühl. Leider kämpft es sich öfters alleine besser als mit den KI-Kollegen. Sie werden schnell mal zur Gefahr für sich selber und alle um sie herum, wenn sie unfähig miteinander kollidieren. Daher ist es um so vorteilhafter, dass die Einzelspieler-Modi mit bis zu vier Spielern im Online-Koop Modus bewältigt werden können. Eigene Missionen, spezielle Events und Turnier der Entwickler sind sogar mit bis zu 16 Flugkünstlern möglich. Wer die historische Bedeutung und Vielfalt der Kampffliegerpiloten im 2. Weltkrieg nachspielen möchte, findet in Birds of Steel alle Optionen und noch mehr. Nur verrückte oder kreative Missionen passen leider nicht ins ernsthafte Konzept des Spiels, wären aber für eine noch größere Optionsvielfalt und Casual-Spieler interessant gewesen.
 Autor:
Björn Apel
Testbericht
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