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Ace Combat 6: Fires of Liberation

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Fotorealistisch?
Auf den ersten Blick kann man Ace Combat 6 einfach nur ein „wow“ entlocken. Gerade die erste Schlacht über der Hauptstadt des Landes spielt so richtig mit den Muskeln der Grafikpower. Zum einen wären da aber zunächst einmal die unterschiedlichen Kampfjets, die detailgetreu in das Spiel implantiert wurden und wirklich wahnsinnig gut aussehen. Die Oberfläche eures Jets glänzt und funkelt nur so in der Sonne. Auch in der Luft sieht es wirklich actiongeladen aus. Überall seht ihr Kondensstreifen der vorbeifliegenden Jets und Raketen, ihr fliegt mitten hinein in ein Kampfgefecht und auch hier gibt es keine Framerateeinbrüche. Schwirrt man jedoch gegen den Boden, entdeckt man schnell die bekannten Mäkel von Flugspielen. Die Bodentexturen sind sehr grobkörnig ausgefallen und nur bestimmte Gebäude werden in Städten hervorgehoben und sind zudem noch sehr eckig gestaltet. Dennoch, solange ihr in der Luft seid, wirkt das Ganze wie abgefilmt. Einzig unterschiedliche Wettereffekte hätten dem Spiel vielleicht noch den gewissen Funken an Abwechslung gegeben, so müsst ihr hier nur mit Tag- und Nachtoperationen und gelegentlichem (gewolltem) Nebel vorlieb nehmen. Besitzer eines SD-Fernsehers müssen allerdings mit 16:9 Balken auskommen, da das Spiel nur im 60Hz-Modus läuft.

Von der soundtechnischen Seite kann vor allem die Dolby-Digital-Abmischung auftrumpfen. Besitzt ihr eine entsprechende Anlage, könnt ihr das Spielgefühl noch eine Stufe intensiver miterleben, wenn zum Beispiel die Raketen nur so an euch vorbeizischen. Was die Musikuntermalung angeht, hat man sich auf patriotische Klänge eingelassen, die an bestimmten Stellen im Spiel auch sehr passend klingen und motivieren können. Allerdings ist patriotische Musik mit Militärtrommeln und Fanfaren nun mal nicht jedermanns Sache. Aber stellenweise bekommt man von der Musik eh recht wenig mit, denn ständig habt ihr das Piepen eures Warnsystems im Ohr, was zwar real ist, aber schnell nervt. Etwas schade ist zudem, dass Ace Combat 6 nur mit englischen Sprechern und deutschen Untertiteln daher kommt. Gerade im Eifer des Gefechts, ist es so etwas schwerer bestimmte Anweisungen oder sonstige Gespräche zwischen euren Verbündeten mitzubekommen und wahrzunehmen.
 

 
FAZIT
Es ist den Entwicklern bei Namco wirklich gut gelungen, dass erste Ace Combat-Spiel für die Next Generation umzusetzen. Die Dogfights sind spannend und adrenalingeladen und wissen durchweg zu motivieren. Dies gilt vor allem dann, wenn ihr Online gegen die ganze Welt antretet. Dennoch ist Ace Combat 6 nicht für jeden geeignet. Zum Einen kann die überaus klischeegeladene Story abschrecken und zum Anderen der sich ständig ähnelnde Spielablauf schnell langweilen. Wer jedoch schon einmal einen Teil der Serie gespielt hat oder dem Gerne geneigt ist, der wird auf jeden Fall seinen Spaß haben. Hinzu kommt die fast ausnahmslos gelungene technische Seite mit ihrer fotorealistischen Optik, der guten Soundabmischung und der konstanten Framerate. Ace Combat 6: Fires of Liberarion ist somit ein sehr gutes Action-Spiel, welches aber in die Jahre gekommen ist und etwas mehr Innovation bei einer möglichen Fortsetzung benötigt.
 Autor:
Stefan Böhne
Testbericht
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Leserwertung:
8.2