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Arcania: Gothic 4 - Leserwertungen

 Leserwertungs-Überblick:
Leserwertungen vorhanden: 2
Maximale Punktzahl: 4.5
Minimale Punktzahl: 3
Leserwertungsschnitt: 3.8
3.8
 
 Über Leserwertungen
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Leserwertung von Marvo
[23-12-2010 9:04] 
Das Spiel war die große Hoffnung von Jowood, doch noch vor der Pleite einen Erfolg auf den Markt zu werfen. Leider war dies kein positiver Erfolg.

Man sieht dem Spiel an, dass es etwas großes werden sollte und während des ganzen Spiels findet man immer wieder Indizien und Hinweise, dass dort ganz viel Herzblut der Entwickler ungenutzt begraben liegt.

Aber fangen wir von vorne an.

Das Spiel überrascht mit einer wirklich überaus gelungenen Landschaftsgestaltung. Auf dem PC noch einen guten Tacken besser, als auf der 360. Wenn Licht, gefiltert durch die Baumkronen eine wunderschöne Lichtung sprenkelt, dann weiß man kurzzeitig was das Spiel eigentlich alles kann.

Auch die Rüstungen sind sehr schön ausgestaltet und können sich sehen lassen. Einziges Manko ist, dass sie in den Dialogen oft noch nachladen müssen, wodurch man meist nur eine vermatschte Textur zu sehen bekommt, wo eigentlich Ornamente prangen sollten.

Die Figuren dagegen sehen auch meist ganz ordentlich aus. Sieht man einmal von der meist schlechten Lippensynchronität ab und davon, dass es im Spiel nur ungefähr 10 Gesichter gibt, die für NPCs wie wichtige Questgeber, gleichermaßen verwendet werden und sich schon nach wenigen Spielstunden so oft wiederholt haben, dass es einfach keinen Spaß mehr macht.

Nun zum Kampfsystem. Ein vitaler Aspekt in einem Rollenspiel. Das Spiel bietet vier verschiedene Schwierigkeitsgrade, die sich dergestalt äußern, dass, je schwerer man es einstellt, desto weniger kann man drauflosprügeln und desto mehr mutiert das Spiel zu einem Schlagen-Wegrennen Akkord. Dies natürlich nur für Nahkämpfer.

Bogenschützen kriegen alles platt, solange sie nur genügend Bewegungsfreiraum haben und Magier treffen bereits nach einigen Stufen auf keine Herausforderungen mehr.

Das Interface ist sehr übersichtlich und schlicht gehalten. Crafting funktioniert mit einem Klick, überall. Auch im Kampf. Eine Sortierfunktion für die Items vermisst man allerdings.

Nun zur Welt an sich. Leider leider sehr enttäuschend. Es gibt Interaktion mit ein paar wenigen dafür ausgewiesenen Charakteren. Die Unterhaltungen spielen sich aber meist linear und freudlos ab. Dialogoptionen gib es fast keine und wenn, dann haben sie meistens keine Auswirkungen auf den Spielverlauf. Ich konnte mich im Spiel etwa fünfmal entscheiden was ich machen wollte. Einmal welchem Edelmann ich helfe, welchem Magier ich helfe, welchen Weg ich gehe um wo rein zu kommen und zweimal was ich mache um ein Hindernis zu überwinden.

Alles nichts weltbewegendes und die Auswirkungen sind unspürbar.

Die Synchronsprecher sind in den meisten Fällen gut bis sehr gut. Für ihre Sprechtexte können sie nichts.

Der Held wird im Deutschen übrigens von Gerrit Schmidt-Foß gesprochen. Der deutschen Synchrostimme von Leonardo Dicaprio... und Seto Kaiba aus der Anime Serie Yu-Gi-Oh. Und das merkt man, wenn man Yu-Gi-Oh schon einmal gesehen hat. Ist die Synchro am anfang noch angenehm, vll ein bisschen weich, aber definitiv passend, so ändert sich das mit verlassen der Tutorial Insel. Plötzlich spricht der Held nur noch in sarkastischem und arrogantem Tonfall. Genau wie Seto Kaiba. Und wenn man die Serie gesehen hat fühlt man sich unweigerlich an ihn erinnert und ich hätte mich nicht gewundert, wenn der Endboss von Konrad Bösherz alias Yugi Muto gesprochen worden wäre.

Denn so linear die Welt aufgebaut ist, so verworren ist die Handlung. Erst ist man Abenteurer, dann auserwählt, dann Rächer, dann wieder auserwählt usw. usf. bis dann der zweiminuten Abspann über den Bildschirm flimmert und man sich denkt, was war das denn?

Das Spiel versucht eine breite Käuferschicht anzusprechen, doch das gelingt ihm nicht. Für die meisten RPGler ist das Spiel zu seicht und zu steril, für Gelegenheitsspieler immernoch zu ungewöhnlich und halbgar. Es gibt bessere und vor allem abwechslungsreichere RPGs und Hack n' Slays.

Die 4,5 Punkte bekommt das Spiel für die wenigen sehr kurzen Höhepunkte, in denen man merkt was es hätte werden können, sowie für die 26 Stunden die es mich unterhalten hat und für die schöne Gestaltung von Rüstung und von Stewark, der einzigen größeren Stadt im Spiel.

Auch das Wiedersehen der alten Weggefährten fließt hier mit einem halben Punkt ein, auch wenn jemand der die vorherigen Teile nicht gespielt hat, nichts mit ihnen wird anfangen können.

Wer immer schonmal ein Rollenspiel spielen wollte, sich aber bisher von der Dialoglastigkeit, den taktischen Kampfsystemen, oder der offenen Welt, anderer Spiele befremdet fühlte, der kann bei Arcania beherzt zugreifen. Alle anderen sollten ihr Heil lieber woanders suchen.
  4,5 / 10
Leserwertung von Seto
[20-12-2010 23:10] 
Kann den Vorgängern nicht gerecht werden! Lächerliche Charaktäre und schlechte Synchro... mit der Serie gehts stark bergab. :(
  3 / 10

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