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Saboteur - Leserwertungen

 Leserwertungs-Überblick:
Leserwertungen vorhanden: 1
Maximale Punktzahl: 9
Minimale Punktzahl: 9
Leserwertungsschnitt: 9
9
 
 Über Leserwertungen
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Leserwertung von Hanselpansel
[03-09-2015 15:00] 
Tja, Zu dem Spiel bin ich gekommen wie die Jungrau zum Kinde... Eigentlich keine Ahnung. Ich hab mir nicht so sehr viel davon versprochen und der Anfang sah schon ganz schön aus wie: Hatte ich schon x-mal. Aber dann...

Iiiirgendwie hat das Spiel es geschafft, mich mit Missionen, die dann Stück für Stück immer schwerer und interessanter wurden, zu fesseln. Und irgendwann mal noch später war ich verfallen.

Erstmal das Negative vorweg: Klar geht einem das deutsch sein in so einem Spiel total auf den Keks, wenn wieder mal ein Klischee nach dem anderen bedient wird und man wiiieder mal als Krautfresser dasteht. Wie soll man in der Welt bestehen, wenn einen solche Spielemacher in der Welt immer wieder als Steifärschige, ständig Sauerkraut essende Kriegsmaschinen hinstellt, die in ihrer Freizeit nichts anderes zu tun haben, als in Lederhosen Bratwürste zu konsumieren und Volksmusik zu hören und zu der dann möglichst noch zu exerzieren? Sei´s drum, vielleicht wars ja damals tatsächlich so - vermutlich waren aber auch nicht alle französischen Damen Prostituierte, was einem in diesem Spiel schon ein wenig so vorkommt. Wir sind also nicht die einzigen, die hier am Klischee würgen müssen. Aber man muss zugeben, dass das Spiel schon eine sehr dichte Atmosphäre webt. Viel mehr Schlechtes weiss ich eigentlich über das Spiel dann auch schon nicht mehr zu sagen... Klar kann man sich darüber mokieren, dass die deutschen Besatzer offensichtlich zu blöde sind, einen in einer öffentlichen Toilette noch zu erkennen :-) Oder aber man akzeptiert einfach, dass es solche Befriedungszonen geben muss, weil man sonst in den manchmal stattfindenden Hetzjagden einfach keine Chance hätte.

Dir Grafik ist nicht genial aber irgendwo halt auch den Performancegrenzen der Xbox angepasst. Dafür ruckelt nichts und trotzdem besticht die Welt durch unglaubliche Komplexität. Man vergleiche alleine die Stadtarchitektur in Paris mit den Vororten. Manchmal machts einfach nur Spaß, sich ein Auto zu klauen und damit durch die Gegend zu schreddern, die verschiedenen Bauwerke zu betrachten oder auszusteigen und jemanden anzurempeln, seine Reaktionen zu sehen. Echt klasse gemacht. Man stelle sich mal vor, es würde einem Spielehersteller gelingen, den NPCs ein wenig mehr Individualität einzuimpfen, wiedererkennbare Personen zu kreieren... Dann wäre das Szenario für mich das Paradebeispiel und eine Perfekte Stadt zum "nur schauen". Aber zurück zum Spiel...

Man beginnt in einer hauptsächlich schwarzweissen Landschaft, was einem anfangs ein wenig fad vorkommt. Das Gimmick, die von uns befriedeten Stadtteile und Landschaften dann farbig darzustellen, empfinde ich sogar als echt gelungen.
Anfangs sind die Missionen recht einfach und dienen primär dazu, die dichte Story zu vermitteln, wie zum Beispiel die spielbare Vorgeschichte der Rennfahrerkarriere unseres irischen Helden, seine Affinitäten zu den Damen sowie seine Hassentstehung zu dem deutschen Rennfahrerobernazi. Bei steigender Spieldauer werden die Missionen dann auch mal etwas anspruchsvoller und man muss vorher das Einsatzgebiet schon komplett analysieren, sich einen Plan machen und dann gezielt zuschlagen. Blindes drauf los schiessen bringt selten mehr als einen Tod mehr auf dem Konto... Den eigenen :-)

Übrigens sollten sich die Kritiker der Grafikpracht mal anschauen, welch immenser Unterschied zwischen schwarzweiss und der dann mal folgenden Farbdarstellung besteht. Wenns mal farbig ist, wirkt die Grafik nochmal deutlich besser...

Man muss aber nicht unbedingt den Missionen folgen, sondern kann sich erstmal auf eigene Faust umsehen, Bereiche von deutschen Soldaten, Panzern, Alarmposten, Flugabwehrstellungen, Propagandalautsprechern und so weiter  säubern. Das macht einem hinterher auch die Flucht in den Missionen nicht unbedingt schwerer.

Die KI ist genau richtig, nicht strunzdoof aber auch nicht so klug, dass man verzweifelt. Das wäre dann auch bei den Massen an Gegnern , die einen je nach ausgelöster Alarmstufe verfolgen, sofort tödlich.

Fazit
Saboteur zu spielen ist wie in eine andere Welt zu entfliehen. Man nimmt dem Hersteller alles ab, die Gebäude, die Musik, die Stimmung der Menschen, die Fahrzeuge, sogar den Hass auf die Deutschen. Es gibt faktisch keine Grenzen, was man machen kann. Für mich definitiv eines der besten Spiele ever...
  9 / 10

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