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Xbox Live Arcade - State of Decay - Leserwertungen

 Leserwertungs-Überblick:
Leserwertungen vorhanden: 1
Maximale Punktzahl: 8
Minimale Punktzahl: 8
Leserwertungsschnitt: 8
8
 
 Über Leserwertungen
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Leserwertung von Hanselpansel
[02-09-2015 11:04] 
Es handelt sich hier um ein Open-World-Spiel, welches zwar auch einer Handlung folgt, dem Spieler aber immer die freie Wahl lässt, wie er weiter macht. Die Handlung ist kurz und knapp erzählt: Menschen werden krank, sterben, stehen wieder auf und haben Hunger - lebe damit (The walking Dead lässt angenehm grüßen :-) )

Das Spiel ist natürlich in erster Linie ein Actionspiel, in dem es darum geht, zu überleben und dabei möglichst viele Zombies zu pürieren. Hört sich erstmal nicht so toll an, wer sich aber die Mühe macht, den ersten Abschnitt in der der Wildhüterhütte zu durchspielen, erkennt spätestens in der nächsten Zuflucht, dass das Spiel deutlich mehr zu bieten hat. Da spielt auf einmal der Nachschub für die Gruppe der Überlebenden eine Rolle, Baumaterial zur Errichtung neuer Einrichtungen, die Verteidigung der Zuflucht und natürlich die eigenen Fähigkeiten rollenspiel-like zu verbessern - wer viel prügelt, wird ein Starprügler, wer viel schiesst, ein besserer Schütze. Nicht zu vergessen der Einfluss, den man selber auf die Gruppe durch Lieferung von Nachschubgütern nimmt.

Grafisch gesehen ist das Spiel nicht in der obersten Liga angesiedelt, aber absolut okay. Die Welt an sich gefiel mir konzeptionell sehr gut, da sie nicht eintönig ist sondern mit viel Liebe und Phantasie gestaltet wurde. Die Welt wirkt in sich absolut authentisch und lebendig (Wenn man mal von den Untoten absieht), keine Gegend gleicht der anderen und auch in der Gewaltdarstellung ist hier der Mittelweg zwischen Matsch-macht-Spaß und Muss-das-sein recht gut gelungen. Die Umgebung ist fast vollständig nutzbar, alles, was man findet, kann man auch nehmen, jedes Haus begehen und jedes Auto kapern.

Steuerung und Gameplay wirken gut abgestimmt, prügelt man auf einen Untoten ein, landen die Schläge auch bei ihm und nicht in der Wand daneben - nur, weil man sich beim Nachsetzen einen halben Zentimeter gedreht hat.

Was mir nicht gefallen hat: ...hält sich eigentlich in Grenzen. Das sind Kleinigkeiten, die in der Masse leider manchmal ein bisschen den Spaß verderben.

Zum Beispiel der Rucksack. Da passt halt Menge x an Gütern rein (abhängig von der Feldgröße). Tatsächliches Gewicht oder Volumen spielen hier keine Rolle. So kann man halt im ersten Rucksack 6 Gegenstände mitnehmen, aber ob das 6 verschiedene Notizzettel sind oder 6 verschiedene Gewehre... Nach 6 ist Schluss und der Rucksack voll. Das nervt besonders in den Momenten, in denen man ein Haus plündert und deutlich mehr findet, als man mitnehmen kann.

Schlagwaffen nutzen zu schnell ab. Will ich ein größeres Haus durchforsten, können auch zwei Waffen zu wenig sein - diese nutzen dann nicht nur ab sondern zerbrechen und sind dann halt schlicht weg. Ärgerlich für alle, die noch keine Werkstatt zur Reparatur gebaut haben, denn manchmal gibts da echte Engpässe beim finden neuer Waffen. Dann muss man aufs schießen ausweichen oder die Zombieboys mit  der bloßen Hand massakrieren. Das erste hat den Nachteil, dass man zu viel Aufmerksamkeit erregt und die Untoten aus allen Ecken kommen, das Zweite, dass die Gesundheit einfach zu schnell drauf geht. Und damit kommen wur zum Nächsten...

Ist man verwundet, kann man sich nicht einfach heilen sondern muss den Charakter wechseln und den anderen sich selber in der Nacht im Bett heilen lassen. Das dauert dem Prügelfan einfach zu lange :-)

Was ich auch nicht verstehe, ist die Wandelfähigkeit der Zombies. Diese kommen genreüblich hinkend und strunzdoof auf einen zugelaufen, werden etwas schneller und zielstrebiger wenn sie einen denn mal bemerkt haben, benehmen sich also tollpatschig und hirnlos, wie man es erwarten würde. Andererseits entwickeln sie dann aber auch auf einmal die Fähigkeit, Türen zu öffnen oder wieselflink über Mauern zu klettern, hinter denen man sich sicher wähnte. In ein Haus zu laufen, um sich zu verstecken und die Tür hinter sich zu schließen, hilft also nicht.

Fazit
Das Spiel hat ein wirklich großes Potential, viele Stunden Spaß zu machen. Der Schwierigkeitsgrad ist passabel, nicht zu leicht aber auch weissgott kein Selbstgänger. Hat man die verschiedenen Strategien für verschiedene Gegner erstmal verinnerlicht, läuft es eigentlich recht gut und auch die aufgezählten Schwächen sind eher Schönheitsfehler, an die man sich gewöhnen kann. Es vereint reine Prügel- und Ballerszenarien mit einer genau so wichtigen Spielstrategie. Aber vor allem: es macht einen Heidenspaß, man ist niemals wirklich sicher, alles kann passieren und hinter jeder Ecke oder jedem Baum kann ein gieriger Beisser schlummern. Schlaft ab jetzt besser nur mit einem Auge...

P.S.: Kleiner Tipp... Stößt man auf Horden, erledigt man sie am besten mit Fahrzeugen und zwar mit geöffneten Türen, dann verschleissen die Fahrzeuge deutlich weniger. Sich mit einem Knüppel in der Hand mit 20-30 Zombies anzulegen, geht sonst schnell mal in die Hose...

  8 / 10

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