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Final Fantasy XIII-2 - Leserwertungen

 Leserwertungs-Überblick:
Leserwertungen vorhanden: 2
Maximale Punktzahl: 8.8
Minimale Punktzahl: 8.5
Leserwertungsschnitt: 8.7
8.7
 
 Über Leserwertungen
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Leserwertung von Sun
[27-11-2012 9:53] 
XIII-2 hat mir wesentlich besser gefallen als der Vorgänger XIII. Ich war von Anfang an nicht wirklich eingeschränkt beim Auftstufen und man konnte sich freier in der Welt bewegen sind die beiden größten Pluspunkte gegenüber dem Vorgänger. Weiterhin klasse ist natürlich das Kampfsystem, dass größtenteils mit dem des Vorgängers übereinstimmt. Auch die Nebenquests waren besser als im Vorgänger, auch wenn nicht wirklich oberklasse.
  8,8 / 10
Leserwertung von FF-Freak
[13-02-2012 10:40] 
Final Fantasy XIII hatte sicherlich einige Schwächen, zu denen ich mich ebenfalls schon Anno 2010 ausgelassen habe und auch wenn man viel kritisieren konnte, überzeugte der Storyhintergrund, wenngleich die Story selbst schlecht präsentiert wurde - abgesehen vom Ending. Es war der perfekte Moment - ein historischer Punkt, der die Welt von Cocoon und Pulse auf Dauer prägen würde. Umso überraschender war daher die Ankündigung eines direkten Sequels. Überraschend bezogen auf das Spiel. Weniger überraschend bezogen auf die finanzielle Lage von Square Enix. Nun entschied sich die zwanghaft willkürliche Feder von Storywriter Motomu Toriyama dazu ins Casino zu gehen und auf gut Glück Random etwas hinzukrakeln und man darf sich bei diesem äußerst ungelungenen Übergang sicherlich fragen wie unfreiwillig diese Tat letztendlich war. ABER: Nachdem man als Kenner von FFXIII den wirklich unauthentisch wirkenden Übergang überwunden hat, der das Ending des Vorgängers letztendlich nur noch in ein lächerliches Licht verschiebt, präsentiert uns Square Enix ein wahres Fanprodukt. Dieses Sequel wendet sich hauptsächlich an enttäuschte Kunden von FFXIII, weil es gezielt dessen Schwächen eliminiert. Aus linearen Schlauchbooten wurden mehrwegige Gebiete in unterschiedlichen Ausführungen mit massig Stuff to do. Aus nichtig erscheinenden NPCs wurden relevante soziale Subjekte gemacht. Aus unpersönlichen Speicherterminal-Shops wurde Chocolina als Shopverkäuferin implementiert. Aus unfassbar monotonen Monster-Missionen in exorbitanter Anzahl wurden abwechslungsreiche Sidequests. Aus einem nutzlosen Vergnügungspark wurde ein Minispiel-Paradies. Aber noch viel wichtiger: Aus nervigen Charakteren wurden überzeugende Begleiter! Serah durchlebte einen Reifeprozess, der ihr sehr gut steht und Noel ist ein sehr sympathischer Charakter, dessen emotionale Hintergrundstory gen Ende der Handlung den Höhepunkt des Spiels darstellt. Doch auch die Antagonisten wurden näher an die Seite des Spielers gebracht - sie sprühen förmlich vor Identität und Relevanz, sodass ihr nach dem zugegebenermaßen lahmen Einstieg allmählich richtig scharf auf die verdeckten Hintergründe werdet.

Doch das Spiel wurde nicht nur ausschließlich entwickelt um Dinge des Vorgängers besser zu machen. Es mussten auch Neuerungen her. Untouched blieb zum Glück das wohl am meisten überzeugende Kampfsystem der FF-Franchise, dessen Paradigmensystem das Gameplay der klassischen Rollenspiele neu definierte. Etwas Feintuning beim eigentlichen Wechseln ohne Spielfluss-störenden Einblendungen der Charaktere macht das Ganze noch runder und durch die Variable der neu integrierten Monster in der Party hat man dann doch noch seine vielleicht persönlich gewünschte Änderung. Die Monster richtig einzusetzen lautet hier die Devise und sobald man sich mühsam einen Überblick über die Vielfalt der Fähigkeiten einzelner Exemplare gemacht hat, kann man davon großen Nutzen ziehen. Gen Ende des Spiels werden eure gezähmten Begleiter sogar teilweise stärker als eure beiden Protagonisten zusammen aber gerade darin liegt der Reiz es so zentral zu nutzen. Mit dem Aufleveln ist es noch nicht getan - ihr könnt auch Fähigkeiten anderer Monster in euer Wunschexemplar übertragen und so ultimative, Rollen-spezifische Monster entstehen lassen, die perfekt zur jeweils notwendigen Kampfsituation angepasst werden können. Das Pokémon-Prinzip bietet auch in dieser Form Suchtpotenzial.

Doch FFXIII-2 macht bei weitem nicht alles richtig. 18 Monate Entwicklungsdauer - irgendwo muss ja der Haken stecken. Und der existiert tatsächlich: Die Story ist sehr kurz und dauert nur 6 Kapitel an, deren Länge in etwa denen des Vorgängers entspricht. Damit besitzt allein die Haupthandlung lediglich 50 Prozent vom Umfang was FFXIII zu bieten hatte. Diese kürzere Spielerfahrung ist aber aus mehreren Gründen positiv zu bewerten: Einerseits, weil sie abwechslungsreich gestaltet wurde und andererseits, weil dieses Mal der Spieler entscheiden kann was er als nächstes tun möchte. Während FFXIII den Spieler zwang entweder stehen zu bleiben oder von Start A weiter zu Ziel B zu laufen, könnt ihr nun zu jeder Zeit via Chronosphäre diverse Epochen der Gebiete aufsuchen und dort von NPCs unterschiedliche Sidequests annehmen oder einfach nur etwas farmen oder grinden. So wünscht man sich das in einem waschechten Rollenspiel. Die Story selbst bietet zwar nur wenige Höhepunkte aber diese sind es wert gespielt zu werden. Nur das Ende ist ziemlich dreist, weil es praktisch verdeutlicht, dass dieses Produkt unfertig auf den Markt geworfen wurde mit der Absicht weiteren Content via kostenpflichtigen Downloads anzubieten und das ist ein Punkt, den man als Endkunde als unakzeptabel einstufen muss. Es ist nicht der Fakt, dass es mindestens (!) weitere Story-Episoden - wenn nicht sogar ein XIII-3 - geben wird, es ist die Art und Weise wie man dabei mit den Kunden beim Ende des Spiels umgeht. Als Fan lässt man sich davon zwar nicht entmutigen aber ein kleiner Wermutstropfen ist das allemal, der bestimmte Ansprechgruppen mit Sicherheit verärgern wird. Technisch betrachtet wurde viel Recycling von vorhandenen Assets betrieben. Gebiete wurden in unterschiedlichen Zeitepochen sehr ähnlich strukturiert, was ich etwas schade finde, da das Potenzial nicht wirklich ausgeschöpft wurde. Und wenn ich von der PS3-Version spreche, dann muss ich hier die fehlende Option für eine Installation auf der Festplatte kritisieren. Das Spiel läuft zwar durchgängig in leicht besserer Framerate als auf der Xbox 360, doch leider gibt es immer wieder Framerate-Einbrüche, die vor allem beim Drehen der Kamera auf sich aufmerksam machen. Die neuen grafischen Effekte und Filter peppen das Gesamtbild zwar auf, doch an manchen Stellen kommt man nicht ganz an den optischen Standard von FFXIII heran und vor allem das Modell von Lightning wirkt einfach nur billig auch wenn man sie kaum im Spiel zu Gesicht bekommt.

Insgesamt habe ich das Spiel sehr genossen und die Post Game-Phase ist so spaßig und ausführlich, sodass ich noch immer voller Tatendrang experimentiere und dem perfekten Spielstand entgegenfiebere. Kein nerviges Grinding und dafür spaßige Herausforderungen ebnen diesen Weg und nicht nur deswegen, sondern auch wegen Mogry, Chocobos und Fanservice Deluxe fühlt sich FFXIII-2 an wie ein echtes Final Fantasy. So stellt man sich das vor. Insofern trotz wie gewohnter Meckerei auf hohem Niveau: Danke für die "Entschädigung" Square Enix.
  8,5 / 10

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