Xbox 360 Leserwertung-Übersicht - Seite 1


Leserwertung von Z.Carmine zu
[03-08-2016 19:43] 
Boxart

Tales of Vesperia


Entwickler: Namco Tales Studio - Team Symphonia
Publisher: Namco Bandai Partners
Genre: Rollenspiel
Erhältlich seit: 02. Juli 2009
ToV hat mich als das erste Tales of, das ich gespielt habe, von der Reihe überzeugt. Ironischerweise sieht es grafisch/stilistisch in seiner Generation am Besten aus, was Tales of angeht.
Für mich ist es eines der rundesten Tales of, wenn auch verpassbare Events ärgerlich sein können. Z.B. die Sache mit den "Secret Missions" bei Bosskämpfen.
An der Story habe ich nichts auszusetzen, und auch die Charaktere sind größtenteils toll. Karol empfand ich am Schwächsten. Kinder als Charaktere gefallen mir nicht so( schlimm bei Tales of Innocence).
Das Kampfsystem war gut und die instant kill/ starken Angriffe fand ich auch toll(rot/grün/blau). Magic Combo ist auch spaßig.
Meiner Meinung nach ist es das beste Tales of seiner Generation, auch ohne "Erstlingsbonus".  
  9 / 10
Durchschnitt: 9.3 (aus 11 Beiträgen)
Leserwertung von Flipcain zu
[01-03-2016 14:08] 
Boxart

EA Sports Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014


Entwickler: Electronic Arts Canada
Publisher: EA Sports
Genre: Sport - Fussball
Erhältlich seit: 17. April 2014
Joa, zu diesem Spiel gibt es nicht besonders viel zu sagen. Es hat mir spaßige Stunden beschert, aber es ist halt ein normaler FIFA-Teil, wie man es gewohnt ist. Ein gutes Spiel, welches ich wahrscheinlich nur noch ziemlich selten zocken werde, da es ja FIFA 16 gibt und die WM alles andere als aktuell ist.
  8,3 / 10
Durchschnitt: 8.3 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Obi-Biber zu
[26-01-2016 16:50] 
Boxart

Xbox Live Arcade - Banjo-Kazooie


Entwickler: Rare
Publisher: Microsoft Game Studios
Genre: Jump 'n' Run
Erhältlich seit: 03. Dezember 2008
Ein absolutes Lieblingsspiel nach so langer Zeit wieder zu spielen, geht meistens schief. Und ja, es gibt Steuerungsprobleme. Und ja, manches ist irgendwie nicht mehr ganz so toll wie damals. Aber dennoch erkennt man an jeder Ecke, wie unfassbar gut die Welten durchdesignt sind. Welche perfekte Größe sie haben. Wie abweschlungsreich die Aufgaben sind ohne dass das Spiel aufgebläht wirkt. Es ist - abgesehen von einer leicht schwammigen Steuerung - ein 3D-JumpnRun in Perfektion. Alle Welten sind super. Das Moveset ist gut. Die Musik!!! Die Oberwelt ist fantastisch. Der Humor stimmt. Der Umfang ist perfekt.
  10 / 10
Durchschnitt: 8.9 (aus 6 Beiträgen)
Leserwertung von Obi-Biber zu
[26-01-2016 16:00] 
Boxart

Xbox Live Arcade - Limbo


Entwickler: TBA
Publisher: Microsoft Game Studios
Genre: Geschick & Puzzle
Erhältlich seit: 21. Juli 2010
Ein sehr kurzes, aber absolut rundes Spiel. Jedes einzelne Rätsel ist super, kein einziges Element wiederholt sich, das Spiel bleibt bis zum Ende frisch und bringt einem von eine Grübelsituation direkt in die nächste. Wenn man die Rätsel löst, kommt man sich ungemein clever vor. Dazu kommt eine wunderbare Präsentation. Ich dachte immer, dass sei so eine verbrämte Kunstscheiße, aber in Wahrheit ist es ein grandioses Rätselspiel, in der Hinsicht fast ein bisschen wie Portal. Mehr kann man eigentlich nicht von dem Spiel verlangen, außer vielleicht ein kleines bisschen mehr Umfang. Aber was soll da schon der Maßstab sein?
  9,5 / 10
Durchschnitt: 8.8 (aus 3 Beiträgen)
Leserwertung von thrill zu
[07-12-2015 18:21] 
Boxart

Pure Football


Entwickler: Ubisoft Vancouver
Publisher: Ubisoft
Genre: Sport - Fussball
Erhältlich seit: 27. Mai 2010
Mieser Abklatsch von Fifa Street auf dem Rasen. Einzig Positiver Lichtblick Lizenzen rest ist einfach nur Mist, net mal den 1€ wert was ich dafür bezahlt hab.
Steuerung abgehackt, KI absurd zum lachen wäre dies wen ich net über mein 1€ weinen würde. Grafik ist Shellshading wers mag...ich auch net.
Für Grafik gibts 1 Punkt & Sound 0,5 rest würde SNES Klassiker Super Soccer beleidigen.
  1,5 / 10
Durchschnitt: 5.5 (aus 2 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[20-11-2015 11:48] 

Landwirtschafts-Simulator 2015


Entwickler: Giants Software
Publisher: Focus Home Interactive
Genre: Simulation - Farm
Erhältlich seit: 19. Mai 2015
Nachdem ich den LWS 2013 exzessiv gespielt habe - und das durchaus mit Genuß - bin ich dann irgendwann mal den Weg in Richtung neue Version gegangen. Gesagt, getan, LWS2015 gekauft... und nach den ersten Eindrücken etwas enttäuscht im Sofa versackt.

Was ist positiv?

Den Entwicklern ist es durchaus gelungen, den einen oder anderen Fauxpas aus 2013 zu korrigieren. In 2013 beispielsweise konnte man nicht für jede Tätigkeit einen Helfer einstellen, das funktioniert (bisher jedenfalls) bei allen von mir getesteten und ausgeführten Arbeiten. Die Fahrzeuge reagieren etwas... sportlicher, bockiger, straßennäher... kann man nennen, wie man will. Man kann in den Einstellungen verfügen, dass die Ernte nicht mehr verrotten kann, wenn man nicht flink genug erntet. Man kann jetzt endlich auch Mods verwenden (heisst auf der Konsole eben nur DLC´s), den negativen Aspekt des Positiven erkläre ich gleich noch.

Es gibt jetzt mit dem Horsch PRONTO 9 SW einen Anhänger für die Direktsaat mit 9m Breite, was es auch ruhig in 12m geben könnte aber besser noch als der gute alte Lemken Kristall.

Wer LWS 2013 kennt, kommt mit dem Gameplay eigentlich sofort klar. Auch das kann man jetzt positiv oder negativ bewerten. Ich hab es mal in positiv gepackt, weil ein komplett neues Gameplay nichts besser sondern eher schlechter gemacht hätte.

Man verliert jetzt nicht mehr bei zu hoher Geschwindigkeit den Anhänger. Das wurde dadurch gelöst, dass man im aktiven Modus einfach nur noch eine Höchstgeschwindigkeit x bekommt. Nervt manchmal aber passt.

Man kann jetzt die Bäume, die verhindert haben, dass der strunzdoofe Helfer einfach an ihnen hängen bleibt, einfach abholzen...


Was ist negativ ?

Die Liste ist dann schon eher etwas länger. Um mal an die obigen Punkte etwas anzuknüpfen, gehe ich mal auf die DLC´s ein. Diese sind für die Xbox sehr sehr sehr sehr sehr übersichtlich und nicht wirklich der Knaller. Dann kann man die nur bekommen, wenn man online bei Live angemeldet ist. Wer also die Konsole nicht online stellen will, schaut offiziell in die Röhre.

Was mich richtig genervt hat: Wer zum Deibel zeichnet eigentlich für die Auswahl des zur Verfügung stehenden Fuhrparks verantwortlich? Und hat derjenige eigentlich mal das Spiel gespielt? Die besten Geräte (z.B.Lizard Truck, Amazone Condor) wurden einfach mal ersatzlos gestrichen und durch irgendwelche schrecklich eingeschränkten Fahrzeuge ersetzt. Anstelle des schnellen und wie auf Schienen fahrenden Lizard Trucks, gibt es jetzt ein Pendant von M.A.N., das nicht nur deutlich lahmer ist (Anfahren am Bergacker... herzlichen Glückwunsch) sondern sich auch noch mit gefülltem Anhänger fährt wie Donald Duck auf Schlittschuhen nach 6 Stunden am Glühweinstand. Ein einfaches bremsen wirkt sich da manchmal so verheerend aus, dass der Truck sich halb unter dem Hänger verdreht. Gottlob hat der Entwickler den Realitätswert des Spieles nur in einigen Bereichen hoch angesetzt. Sonst würden wohl weder Achsen noch die Hängerkupplung auch nur eine Transportfahrt überstehen.

Der reguläre Vorgang für den Landwirt ist: Säen - Düngen - Ernten - Grubbern (Vorbereiten). Dazu gab es zum säen den Amazone Condor mit einer enormen Arbeitsbreite, da ging es auch bei großen Feldern recht schnell. Der wurde nun gestrichen und durch schmalere Produkte ersetzt. Warum? Das Fassungsvermögen des größten Anhängers zum Abtransport der geernteten Früchte vom Acker hat sich verringert, nicht viel aber immerhin so viel, dass ein halbwegs automatisierter Abtransport erschwert wird. Die Traktoren sind - trotz reichler erhöhter motorisierung in Relation zum LWS 2013 - deutlich lahmer in Anzug, Endgeschwindigkeit und Steuerbarkeit geworden.

Die Grafik hat sich auch nicht wirklich verbessert und dieser Kugeleffekt der Sichtbarkeit um einen herum ist auch nicht abgestellt worden, d.h. man sieht in einem Umkreis um sich herum alles, aber was über den Kreis hinausgeht, erinnert einen schon an den "Fog of war" in Strategiespielen. Hat man auf dem Feld schon gedüngt? Keine Ahnung, mal hinfahren. Im Großen und Ganzen ist die Welt auch wieder so unbelebt wie bei Teil 1.

Man kann immer noch nicht mehr als drei Helfer einstellen, womit eine parallele Bearbeitung der Felder (ich ernte auf einem großen Feld durch Helfer und lasse schonmal gleichzeitig die letzten geernteten Felder von anderen Helfern wieder grubbern/säen) nicht möglich ist. Eine Prozesskette ist also immer noch nicht möglich.

Die Missionen sind weiterhin uneinträglich, woran auch die Neuerung der Lieferaufträge zusätzlich nichts wirklich ändert. Tierhaltung ist lustig aber arbeitsreich und kaum mit großem Ertrag behaftet. Die Mähaufträge anfangs bilden da eine Ausnahme, die aber spätestens dann uninteressant wird, wenn man große Felder hat und bestellt. Da sind die Summen dann einfach nicht mehr interessant, weil man in der selben Zeit auf dem Feld das vierfache verdient hat.

Die große Neuerung an der Version 2015 ist die Forstwirtschaft. Das ist ganz lustig weil neu aber auch sonst nicht wirklich finanziell interessant. Und vor allem braucht man ewig, bis man so einen Baumstamm mal gefällt, entgrätet und in Stücke gesägt, das auf nen Hänger mit dem Kran verladen und dann abtransportiert hat. Daumen runter.

Auch mit dem Handbuch hat sich der Entwickler wieder einmal nicht mit Ruhm bekleckert. Hier wird mal wieder nur das offensichtliche erklärt aber die Einzelheiten bleiben völlig unerwähnt - das Handbuch wird eh nur als Leitfaden deklariert, den Rest solle man doch dann selber rausbekommen. Die hohe Kunst der Kuhzucht und Milchgewinnung (und das ist es in diesem Spiel wirklich, wenn man gute Erträge mag) bleibt beispielsweise fast unerklärt. Das kann man kaum selber rausbekommen aber dafür gibts ja eine (wirklich) tolle Fangemeinde und ein Forum, in dem man sich das eine oder andere Tutorial durchlesen kann (im Falle des Tutorials für Kühe und der Futtererzeugung für eben diese nimmt man sich da am besten mal nen Nachmittag Zeit...)

Und wo wir gerade mal bei der Fangemeinde sind: Der Hersteller pflegt einen sehr Fannahen Kontakt und es gibt schon seit Ewigkeiten die Wunschliste für den LWS 2015. Den hätte sich der eine oder andere Entwickler vielleicht auch mal ansehen sollen.

Fazit für mich:

Wenn ich das Spiel noch nie hatte, würde ich mir die Version 2015 kaufen, ein Umstieg von 2013 auf 2015 ist aber ansonsten einfach sinnfrei, dafür hat sich viel zu wenig geändert und noch weniger verbessert.  Klarer Punktabzug zur Vorgängerversion weil man aus Fehlern nichts gelernt hat.
  7 / 10
Durchschnitt: 7.0 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von bboy3 zu
[20-11-2015 1:17] 

Xbox Live Arcade - How to Survive


Entwickler: TBA
Publisher: 505 Games
Genre: Action
Erhältlich seit: 23. Oktober 2013
Sehr geiles Spielprinzip, bei dem Einsteiger sowie Profis auf ihre Kosten kommen.
  8 / 10
Durchschnitt: 8.0 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von bboy3 zu
[15-10-2015 14:19] 
Boxart

Borderlands


Entwickler: Gearbox Software
Publisher: 2K Games
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Erhältlich seit: 23. Oktober 2009
Sucht man einen Coop Shooter der nicht gerade nach 5h den Abspann zeigt, kommt um Borderlands nicht herum.
Das Spiel an sich bietet nicht gerade das höchste Spielgefühl aller Zeiten, aber macht seine Sache recht ordentlich.
  8 / 10
Durchschnitt: 7.9 (aus 8 Beiträgen)
Leserwertung von bboy3 zu
[15-10-2015 14:02] 
Boxart

Mirrors Edge


Entwickler: Digital Illusions CE (DICE)
Publisher: Electronic Arts
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Erhältlich seit: 14. November 2008
Geniales Spiel, wie ich finde. Das Rumgerenne macht einfach nur fun und der Stil von dem Game ist auch sehr geil. Alles in allem macht ME nichts falsch, was den Umfang betrifft, hält es aber ebenso am Minimalprinzip fest.
  9 / 10
Durchschnitt: 8.7 (aus 18 Beiträgen)
Leserwertung von bboy3 zu
[15-10-2015 14:00] 

Crysis


Entwickler: Crytek Frankfurt
Publisher: EA Partners
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Erhältlich seit: 04. Oktober 2011
Mir bot Crysis 1 das beste Ego-Shooter Spielerlebnis jemals. Das Gamplay, die Story, einfach alles ist in diesem Spiel filmreif.
Nur kränkelt es wie bei vielen Spielen an Umfang. Es gibt keine zusätzlichen, nennenswerten Herausforderungen oder einen Multiplayermodus.
  9 / 10
Durchschnitt: 9.0 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[08-09-2015 10:15] 
Boxart

Max Payne 3


Entwickler: Rockstar Vancouver
Publisher: Rockstar Games
Genre: Action
Erhältlich seit: 18. Mai 2012
Also sorry, ich fands total mau. Hab mir extrem viel von dem Spiel versprochen, und prinzipiell passt ja eigentlich auch alles. Das Spiel an sich macht Spaß, die Grafik ist klasse, die Handlung an sich alles andere als platt. Eigentlich haben die Spieldesigner ja alles richtig gemacht. Eigentlich...

Aber warum will es mir einfach nicht gefallen? Ach ja... Ich hasse es, wenn ich die selben Szenen immer wieder spielen muss. Warum zum Geier sind die Missionen so gestaltet, dass man sie nichtmal "einfach" durchspielen kann? Ich hab ja nichtmal was dagegen, wenn Missionen einen knackigen Schwierigkeitsgrad haben und wenn ich nunmal nicht gut genug bin, muss ichs wiedeholen. Aber warum zum Deibel muss ich eine Mission unter Zeitdruck absolvieren, wenn ich nichtmal weiss, wohin ich muss und die Location alles andere als linear ist?

Fazit
Technisch großes Kino - Spaß eher nicht so sehr
  7 / 10
Durchschnitt: 7.0 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[08-09-2015 9:55] 
Boxart

Mafia 2


Entwickler: Illusion Softworks
Publisher: 2K Games
Genre: Action
Erhältlich seit: 27. August 2010
Also erstmal einen Satz vorweg: Auch wenn ich einzig und alleine die letzte Mission an der Sternwarte nicht geschafft habe (Stell mich da wohl zu blöde an ^^), kann man dieses Spiel nur mit dem Wort genial beschreiben.

Die Story des ganzen Spieles, die im WW2 beginnt, ist dicht, atmosphärisch und sauber präsentiert, man "glaubt" dem Spiel einfach, was man da erlebt... Die Grafik ist nicht bombastisch aber schön und glaubwürdig.

Der Schwierigkeitsgrad der Missionen ist durchaus machbar (sehen wir von der letzten ab ^^) und die Ballerorgien sind auch mit dem Köpfchen zu erledigen und nicht ausschließlich mit Reflexen eines Kolibris.

Man kann schon Stunden damit verbringen, nichts anderes zu machen, als einfach durch die Stadt zu fahren, mit einem geklauten Auto unter dem Hintern, Ellenbogen aus dem Fenster und durch die verschiedenen Musiksender zu zappen... Lustig ist auch das Verhalten der NPCs in der Stadt. Bei meiner ersten Spritztour, als ich die Dimensionen des Wagens und die Steuerung an sich noch nicht so im Griff hatte, bin ich einem Auto an der Ampel vor mir 2 oder 3 mal hinten leicht an die Stoßstange geditscht. Auf einmal stieg der Fahrer aus, pöbelte auf mich ein und zog mich aus dem Auto, um mir eine kleine freundschaftliche Verwarnung in Form einer Beule zu verpassen^^ Herrlich... Und dann die liebevolle Gestaltung der Stadt, in der man sich dann irgendwann recht schnell zurecht findet.

Es gibt tatsächlich auch Kritik. Wenn auch nur sanft... Die wenigen Läden, die man betreten kann und die eigentlich kaum Abwechslung bieten, sind mir zu wenig. Die Bekleidungsgeschäfte haben alle das selbe Sortiment und die Texte sind auch zu gleich und vor allem platt. Einem sonst so atmosphärisch dichtem Spiel wie Mafia 2 wird so etwas einfach nicht gerecht. Wie man sowas richtig macht, hat "Der Pate" einem gezeigt... Ladenbesitzer, von denen man Schutzgeld erpressen kann, illegale Geschäfte im Hintergrund, die man sprengen oder übernehmen kann... Lustige Goodies in versteckten Gassen oder Winkeln der Stadt. Auch die wirtschaftliche Komponente ist mir bei dem Spiel einfach zu kurz geraten. Da laufe ich die ganze Zeit rum, klaue Autos, verscherbel die auf dem Schrottplatz und lass sie zu handlichen Würfelchen machen, hab schon richtig Geld auf dem Konto und dann kommt ein Handlungsablauf, ich komm in den Knast und alles, was ich bis dahin gemacht habe, ist weg. Doll...

Fazit
Das ist eines der Spiele, die mir am meisten Spaß von allen gemacht haben. Eine echte Zeitreise mit Liebe zum Detail. Absolut empfehlenswert.

Aber !!! Stellen wir uns mal folgendes vor... Die NPCs in der Stadt bekommen etwas mehr Individualität. Auch wenn es in den Missionen im Storyverlauf anders ist... Ob man in der besseren Gegend der Stadt jemandem auf die Füße latscht oder im Slum einem schwarzen Gangmitglied... Die Resonanzen sind immer gleich. Und was, wenn man mit dem "verdienten" Geld in Häusern, die nicht nur Kulisse sondern belebt sind, auch in Geschäfte, oder gar in illegale Alkoholversorgung o.ä. investieren könnte? Was, wenn man Leute engagieren und zur Sicherung des eigenen Territoriums einsetzen könnte? Sprich: Was, wenn man sich wirklich ein Imperium errichten könnte? Wäre das nicht die Krone der Schöpfung, was Spiele angeht? Der Bestand an Bargeld ist in dem Spiel leider völlig bedeutungslos. Mafia an sich geht wohl anders...
  9,5 / 10
Durchschnitt: 8.9 (aus 3 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[08-09-2015 9:19] 
Boxart

Lost Planet 3


Entwickler: Spark Unlimited
Publisher: Capcom
Genre: Action
Erhältlich seit: 30. August 2013
Nunja... Das ist das erste Spiel, bei dem ich eigentlich so gar nicht richtig weiss, wie ich es bewerten soll... Es hat irgendwie alles, was man zum Ballern braucht. Tja. Aber darüber hinaus so richtig gar nichts. Die Missionen sind mir zu linear geskriptet, auch wenn man versucht hat, es in eine ordentliche Story zu verpacken. Die Actionparts sind mir zu... ja was eigentlich ? Wuselig, unübersichtlich ? Die Steuerung zu unkonkret, das Zielverhalten in engen Bereichen - wenn man denn schon von Serious-Sam-mäßigen Horden überrolt wird - zu schwer.

Nicht falsch verstehen, es ist nicht schrecklich oder technisch Panne, wer ein absolut eingefleischter Ballermane ist, der wird das Spiel vermutlich gut finden. Mir war es zu wenig, um mehr zu sagen als: Halt noch ein Ballergame mehr...

Fazit
Geht so, ist eigentlich schon wieder aus meiner Erinnerung rausgerutscht. Öh, worüber hab ich doch grade geschrieben?
  6 / 10
Durchschnitt: 6.0 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[03-09-2015 15:00] 
Boxart

Saboteur


Entwickler: Pandemic Studios
Publisher: Electronic Arts
Genre: Action
Erhältlich seit: 03. Dezember 2009
Tja, Zu dem Spiel bin ich gekommen wie die Jungrau zum Kinde... Eigentlich keine Ahnung. Ich hab mir nicht so sehr viel davon versprochen und der Anfang sah schon ganz schön aus wie: Hatte ich schon x-mal. Aber dann...

Iiiirgendwie hat das Spiel es geschafft, mich mit Missionen, die dann Stück für Stück immer schwerer und interessanter wurden, zu fesseln. Und irgendwann mal noch später war ich verfallen.

Erstmal das Negative vorweg: Klar geht einem das deutsch sein in so einem Spiel total auf den Keks, wenn wieder mal ein Klischee nach dem anderen bedient wird und man wiiieder mal als Krautfresser dasteht. Wie soll man in der Welt bestehen, wenn einen solche Spielemacher in der Welt immer wieder als Steifärschige, ständig Sauerkraut essende Kriegsmaschinen hinstellt, die in ihrer Freizeit nichts anderes zu tun haben, als in Lederhosen Bratwürste zu konsumieren und Volksmusik zu hören und zu der dann möglichst noch zu exerzieren? Sei´s drum, vielleicht wars ja damals tatsächlich so - vermutlich waren aber auch nicht alle französischen Damen Prostituierte, was einem in diesem Spiel schon ein wenig so vorkommt. Wir sind also nicht die einzigen, die hier am Klischee würgen müssen. Aber man muss zugeben, dass das Spiel schon eine sehr dichte Atmosphäre webt. Viel mehr Schlechtes weiss ich eigentlich über das Spiel dann auch schon nicht mehr zu sagen... Klar kann man sich darüber mokieren, dass die deutschen Besatzer offensichtlich zu blöde sind, einen in einer öffentlichen Toilette noch zu erkennen :-) Oder aber man akzeptiert einfach, dass es solche Befriedungszonen geben muss, weil man sonst in den manchmal stattfindenden Hetzjagden einfach keine Chance hätte.

Dir Grafik ist nicht genial aber irgendwo halt auch den Performancegrenzen der Xbox angepasst. Dafür ruckelt nichts und trotzdem besticht die Welt durch unglaubliche Komplexität. Man vergleiche alleine die Stadtarchitektur in Paris mit den Vororten. Manchmal machts einfach nur Spaß, sich ein Auto zu klauen und damit durch die Gegend zu schreddern, die verschiedenen Bauwerke zu betrachten oder auszusteigen und jemanden anzurempeln, seine Reaktionen zu sehen. Echt klasse gemacht. Man stelle sich mal vor, es würde einem Spielehersteller gelingen, den NPCs ein wenig mehr Individualität einzuimpfen, wiedererkennbare Personen zu kreieren... Dann wäre das Szenario für mich das Paradebeispiel und eine Perfekte Stadt zum "nur schauen". Aber zurück zum Spiel...

Man beginnt in einer hauptsächlich schwarzweissen Landschaft, was einem anfangs ein wenig fad vorkommt. Das Gimmick, die von uns befriedeten Stadtteile und Landschaften dann farbig darzustellen, empfinde ich sogar als echt gelungen.
Anfangs sind die Missionen recht einfach und dienen primär dazu, die dichte Story zu vermitteln, wie zum Beispiel die spielbare Vorgeschichte der Rennfahrerkarriere unseres irischen Helden, seine Affinitäten zu den Damen sowie seine Hassentstehung zu dem deutschen Rennfahrerobernazi. Bei steigender Spieldauer werden die Missionen dann auch mal etwas anspruchsvoller und man muss vorher das Einsatzgebiet schon komplett analysieren, sich einen Plan machen und dann gezielt zuschlagen. Blindes drauf los schiessen bringt selten mehr als einen Tod mehr auf dem Konto... Den eigenen :-)

Übrigens sollten sich die Kritiker der Grafikpracht mal anschauen, welch immenser Unterschied zwischen schwarzweiss und der dann mal folgenden Farbdarstellung besteht. Wenns mal farbig ist, wirkt die Grafik nochmal deutlich besser...

Man muss aber nicht unbedingt den Missionen folgen, sondern kann sich erstmal auf eigene Faust umsehen, Bereiche von deutschen Soldaten, Panzern, Alarmposten, Flugabwehrstellungen, Propagandalautsprechern und so weiter  säubern. Das macht einem hinterher auch die Flucht in den Missionen nicht unbedingt schwerer.

Die KI ist genau richtig, nicht strunzdoof aber auch nicht so klug, dass man verzweifelt. Das wäre dann auch bei den Massen an Gegnern , die einen je nach ausgelöster Alarmstufe verfolgen, sofort tödlich.

Fazit
Saboteur zu spielen ist wie in eine andere Welt zu entfliehen. Man nimmt dem Hersteller alles ab, die Gebäude, die Musik, die Stimmung der Menschen, die Fahrzeuge, sogar den Hass auf die Deutschen. Es gibt faktisch keine Grenzen, was man machen kann. Für mich definitiv eines der besten Spiele ever...
  9 / 10
Durchschnitt: 9.0 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[02-09-2015 14:57] 
Boxart

Landwirtschafts-Simulator


Entwickler: Rondomedia
Publisher: Rondomedia
Genre: Simulation
Erhältlich seit: 05. September 2013
Das Spiel ist schon was Besonderes *schmunzel* Wenn man auf Konsolen nach etwas sucht, was mal ruhig und gemächlich abgeht, sucht man ja manchmal recht lange. Das hier ist die Definition von ruhig und stressfrei :-)

Die Grafik ist ein wenig "altbacken" was aber keineswegs den Spielspaß verdirbt, lediglich manchmal ist es ärgerlich - gerade bei den ganz großen Feldern - wenn man den Boden nicht so richtig in seinem tatsächlichen Zustand sieht sondern erst beim Näherkommen.

Gehen wir mal davon aus, dass ein Spieler den "vorgeschriebenen" Spielweg geht und nicht die Gelddruckmaschine anwirft, dann gestaltet sich das Spiel als durchaus kurzweilig. Man beginnt mit ein paar Gerätschaften der - logischerweise - untersten Kategorie und einem ganz kleinen Feld.

Jetzt beginnt man zu Grubbern, Pflügen, Säen und Düngen, bis das Bauernherz lacht. Dank der Möglichkeit, die Spielgeschwindigkeit massivst zu erhöhen, kann man dann einfach die Wachszeit überspringen und dann zur Ernte schreiten. Nach dem Ernten muss man das Erntegut noch in einen Hänger schütten und sich dann entscheiden, ob der Preis grade gut ist, dann fährt man das Erntegut gleich zur Abladestelle beim Kunden oder ob man alles in den eigenen Silos zwischenlagert. Tja. Und dann geht alles wieder von vorne los.

Natürlich ist hier zu betonen, dass man dem Spiel nicht einfach nur sagen muss, was der Bauer tun soll, man muss es selber machen ! Kaufe ich also einen neuen Hänger, muss ich mich in den Traktor setzen, zum Landhandel fahren (der steht dann dort schon bereit), muss dann mit dem Traktor an den Hänger fahren, ankoppeln und erst dann kann ich wieder aufs Feld und das neue Gerät nutzen.

Der Ehrlichkeit halber muss man sagen, man würde dem Spiel nicht gerecht, wenn man sagen würde: das war´s schon. Es gibt noch unzählige Dinge mehr, die ein Landwirt so drauf haben muss, und natürlich gibt es auch Tiere, die man halten kann, Hühner, deren Eier man regelmässig einsammeln kann, Milch von Kühen... Und natürlich kommt noch hinzu, dass man sich mit steigendem Etat auch deutlich bessere Gerätschaften anschaffen kann, deren Arbeitsbreite wie auch die Geschwindigkeit deutlich höher sind. Das ist eine der Stärken des Spiels im allgemeinen und eine der größten Schwächen in der Konsolenversion...

Während es für den PC unzählbare Fanmods gibt, die den Fuhrpark und eigentlich alles andere auch so richtig verstärken, hat die Konsolenversion davon leider nichts abbekommen. Warum das dem Anbieter nicht so wichtig ist, eröffnet sich mir nicht. Hier gibt´s ne klare gelbe Karte !

Den Entwicklern ist aber zumindest aufgegangen, dass man nicht mehrere oder gar viele Felder braucht, wenn man die alle so ganz alleine bestellen muss, denn wenn man ein ganz großes Feld mal grubbern muss, kann das mit einem Traktor schonmal 15-20 Minuten dauern. Hat man noch mehr Felder, ist das nicht mehr machbar. Dafür hat dann der liebe (Entwickler-)Gott die Helfer geschaffen. Man kann also bis zu drei Tätigkeiten auf dem Feld beginnen und dann auf den Helfer umschalten. Der kostet dann einen kleinen Betrag, solange er angestellt ist und gut. Gut? Leider nicht soooo ganz. Die Intelligenz dieser Helfer und der interagierenden Teile des Spieles ist manchmal so grausig, dass man sich fragt, wie klug wohl der Erfinder der Wegfindungsroutinen gewesen sein mag.

Straßen grenzen beispielsweise an die Felder. Klar. Ist ja auch real so. Jetzt habe ich dann beispielsweise eine Sämaschine Condor am Traktor hängen, die aufgeklappt so breit ist, wie ein Sattelschlepper mit Anhänger lang. Wenn der dann versucht, am Feldrand zu wenden, um die nächste Bahn zu säen, kann ja alles passieren. Mal bleibt diese Maschine an einem Baum am Wegesrand hängen, manchmal verhakt er sich aber auch einfach mit dahinfahrenden PKW. Dann stehen die ineinander verkeilt da, ab und an hupt mal einer (sehr deutsch, danke für die Lokalisierung ^^) aber ansonsten stehen die da auch noch Weihnachten 2084 rum, wenn man nichts macht. Schlecht... Man muss halt immer schauen. Aber im großen und ganzen für die großen Flächen klappt das schon ganz okay mit dem Helfer.

Was ein wenig umständlich gemacht ist, ist das ankoppeln von Gerätschaften. Ich stehe ja auf den Realitätsfaktor aber das ist mir etwas zu... realistisch ^^ Wenn man im weiteren Verlauf des Spieles mal den ganz großen Hänger bekommt, ist der noch ein bisschen tricky. Um den an den Traktor zu koppeln, braucht man noch ein Zwischenstück, weil der normal nicht für Anhängerkupplungen sondern für den Trailereinsatz am LKW ausgerüstet ist. Und da wirds komplex. Normal fährt man Rückwärts, schlägt nach links ein und dreht sich dann auch nach links. Nicht so mit dem "Adapter". Der dreht sich anders. Richtig kompliziert wirds dann, wenn man den größten Traktor hat, der auch noch zwei unabhängige Achsen hat ^^ Irrsinn. Ich hab mal 20 Minuten (Echtzeit) gebraucht, um das Konstrukt Traktor-Adapter-Hänger zueinander zu bekommen - danach war erstmal ein Beruhigungskaffee angesagt... Wie schön wäre es, wenn man da auch einen Helfer einsetzen könnte ?

Fazit
Ein Spiel, das bei längerer Spieldauer seine Tiefe und Komplexität erst entfaltet, das aber leider vom Hersteller um seine Erweiterbarkeit kastriert wurde. Die KI ist eher eine KD und für manches muss man schon Ahnung von tatsächlichem Umgang mit Landmaschinen haben aber ansooooonsten....

Doppel Daumen hoch !

P.S.: Leute, die eher ein Bauernhof-Management im Stil von Harvest Moon suchen, sind hier sowas von falsch aufgehoben...
  8,5 / 10
Durchschnitt: 8.5 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[02-09-2015 13:54] 
Boxart

Falling Skies: The Game


Entwickler: TBA
Publisher: Little Orbit
Genre: Rollenspiel - Taktik
Erhältlich seit: 17. Oktober 2014
Ich muss gestehen, ich habs nicht ganz durch gespielt, das hat aber auch seinen Grund...

Natürlich hatte ich mich vorher informiert, was es ist und najaaaa... wenn man vorher exzessiv die X-COM Reihe gespielt hat, erwartet man sich da etwas gleichartiges und vor allem gleichwertiges und wenn man dann noch Fan von Falling Skies an sich ist.... Ist es aber nicht.

Es ist halt nicht nur wie X-COM sondern versucht, durch ein Ressourcen- und Personalmanagement zu trumpfen. Eigentlich eine gute Idee, auch halbwegs durchdacht umgesetzt aber für so ein Spiel zu kompliziert aufgebaut.

Die Grafik ist ganz nett, aber weissgott nichts Bahnbrechendes und was wirklich schlimm ist, sind Gegner, die man nicht erahnen kann. Man steht also auf einer recht großen Fläche (nur mal die erste Mission), überall Hügel, Bäume und Gegenstände, die die Sichtlinie verdecken. Einem wird gesagt, es ist Gefahr da. Aber wo? Man muss sich - wie in solchen Games ja üblich - vernünftig positionieren, das ist das A und O des ganzen Spieles. Überlappende Schussfelder, gegenseitige Rückendeckung, ausnutzen der örtlichen Gegebenheiten für Deckung. Nur hat man auch nach der 5.Runde weder Feindkontakt gehabt noch einen Hinweis, wo der sich befindet. Und so grast man also (laaaaaaangweilig) die ganze Karte ab, in Häppchenschritten und nur so schnell wie der langsamste, damit man zusammen bleibt und nicht ein Scout gleich im gegnerischen Feuer krepiert. Irgendwann mal kommt der Feind dann und ab da wird es unspektakulär, weil einfach.

Die Bedienung ist okay, die Menüs einigermaßen übersichtlich und sinnvoll geordnet.

Fazit
Ein ganz nettes strategisches Spielchen für die, die es mögen. Gut geeignet für einen verregneten Nachmittag vor der Konsole - aber eben auch nicht viel mehr. Die rechte Stimmung will irgendwie nicht aufkommen, die Skitters lassen einen kalt und irgendwie muss man sich nach ner Klopause schon zwingen, weiter zu machen. Nicht der Knaller aber auch nicht vernichtenswert...
  6,5 / 10
Durchschnitt: 6.5 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[02-09-2015 12:31] 
Boxart

Deadfall Adventures


Entwickler: The Farm 51
Publisher: Nordic Games
Genre: Adventure - Action Adventure
Erhältlich seit: 15. November 2013
Also dieses Spiel hat wirklich alles verbockt, was man verbocken kann....

Steuerung : grausig
Überall hakt es, man bleibt hängen, kann Sprünge wegen der miserablen Abfrage nur unter idealsten Bedingungen schaffen

Grafik         : prä-commodore 64
Man sieht wichtige Dinge nicht, weil sie schlicht nicht zu sehen sind.

Rätsel       :  gähn
Billig wie in Sesamstraße-Games

Story           : bitte was?
Irgendwer, hat irgendwo... wieder mal.... und die bösen Nazis... oder waren es Russen? und überhaupt ist alles geheimnisvoll... Schuhuuuu

Das war das erste Spiel, bei dem ich nicht nur den Kauf sondern auch jede Sekunde, die ich investiert habe, bereue.

Sorry, wenn das hart klingt, aber für die Zumutung, die einem diese Spielentwickler da verkauft haben, müsste man wirklich ein Rückgaberecht wegen galaktischer Murkserei bekommen. Hätten die Entwickler in der vergeudeten Zeit lieber einen Park sauber gehalten, hätten mehr Menschen was davon gehabt.

Fazit
Finger weg !!!!
  3 / 10
Durchschnitt: 3.0 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[02-09-2015 12:18] 
Boxart

Darkstar One: Broken Alliance


Entwickler: Gaming Minds Studios
Publisher: Kalypso Media
Genre: Action
Erhältlich seit: 17. Juni 2010
Nachdem ich schon vor Jahrzehnten Elite bis zur Ohnmacht und WIng Commander bis zur Vernichtung der Kilrathi gespielt habe, war ich total glücklich, als ich das Spiel gesehen habe...

Gesehen - Gekauft - Getestet - Gelangweilt

Mal das offensichtliche zuerst:

Die Grafik des Spiels ist wirklich wie auf der PS2, es wird versucht, das Ganze bunt zu machen und einige Features sind auch ganz nett... Punkt.

Lustig, dass man sich das Raumschiff ausbauen und verbessern kann- - dadurch, dass aber der Schwierigkeitsgrad genau so linear ansteigt wie die eigenen Verbesserungen... Nunja... dadurch ist halt der erste Kampf letztlich wie der hundertste.

Der Versuch, das Gameplay durch eine halbgare Story aufzupeppen ist ja wohl sowas von dermaßen oberdeutlich gescheitert. Liegts daran, dass die Story vom Raumkampfnoob, der eines der großartigsten modularen Kampfschiffe des Universums geerbt hat und auf einmal in epischen Raumschlachten das Zünglein an der Waage ist, einfach ein wenig unglaubwürdig ist? Oder daran, dass sich sämtliche Charaktere um einen herum völlig unauthentisch benehmen?

Die Missionen, die man sich an Bord einer jeden Raumstation greifen kann, sind genau so linear und gleichlaufend, wie der gesamte Rest des Spiels. Der IQ der normalen Gegner liegt etwa bei dem, der Sammler des ersten Command&Conquer-Titels, falls das jemandem was sagt ^^ Also legendär schlecht. Die wichtigen Gegner, die den Storyfortlauf sichern, sind hingegen manchmal so schwer, dass dem einen oder anderen Spieler sicher ein Finger vom drauf rumkauen fehlen wird.

Fazit
Wer hier aufregende Raumkämpfe erwartet hat, wir ja schon fast bedient. Leider sind die Standardkämpfe einfach zu leicht und einige Handlungsbedeutende Missionen so dermaßen oberknackschwer, dass man schon echt ein Durchhalter Lv.99 sein muss, um das auch noch das 30.mal zu versuchen, wenn man wieder einmal alleine keine drei Schlachtkreuzer und 20 Staffeln Raumjäger erledigt hat. Tjaaaa... das quasi nicht sinnvolle Handelssystem tut seinen Teil dazu, man weiss nie so richtig, was man bekommt. Und alleine schon dieser unfassbare krampfige Blödsinn, dass man beim Eintritt in ein System bei Bedrohung seine Frachtcontainer abkoppeln und nach dem Kampf wieder suchen und ankoppeln muss... wozu liebe Gamedesigner sollte das denn gut sein?

Für mich eine der schlechtesten Spielumsetzungen, würde ich nicht nochmal kaufen...
  5 / 10
Durchschnitt: 5.0 (aus 1 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[02-09-2015 11:32] 
Boxart

A-Train HX


Entwickler: Artdink
Publisher: Artdink
Genre: Simulation - Zug
Bisher kein Europa-Release geplant
Das ist sicher eines der Spiele, die die Zockerwelt in mindestens zwei Lager spalten werden :-)

Wer ein Numbercruncher und Listenfreak ist, wird sich mit dem Spiel schnell anfreunden (Zumindest mit dem Spielprinzip - nicht unbedingt mit dem Gameplay). Was einem außerdem noch ein wenig den Spaß trübt, ist die wirklich sauschlechte Anleitung, die mehr Fragen offen lässt oder gar neu eröffnet, als beantwortet. Es ist also Learning-by-doing angesagt und das gestaltet sich als außerordentlich schwer.

Anfangs sieht man halt Züge fahren und seinen eigenen Kapitalstand stetig schwinden. Ziel ist es, das zu ändern. Das kann man erreichen, in dem man der eigenen Stadt Gebäude spendiert, die Erträge bringen. (Wobei ein riesiger Hotelwolkenkratzer in einem kleinen Dorf nichts bringt, weil es einfach nicht belegt wird und zu hohe Fixkosten hat). Man muss also seehr langfristig denken und sich ein Konzept erstellen, in dem man sämtliche Gebäude der öffentlichen Hand, Wohngebäude, Industriegebäude, kommerzielle Gebäude und natürlich auch Sehenswürdigkeiten und Objekte der Zerstreuung in einem Niveau hochzieht. Ach ja, und natürlich muss man die Züge nebenbei auch noch managen ^^

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man die ersten 10 Spiele damit verbringt, das ganze zu verstehen, Zusammenhänge zu sehen. Hat man das erstmal geschafft und weiss, wie der Hase läuft, kann man sogar produktive Gewinne erzielen - der Weg dahin ist aber außerordentlich schwer und zähe wie trockenes Hubba Bubba.

Hat man erstmal begriffen, was alles geht, entwickelt das Spiel eine irre Komplexität und man will immer noch eins drauf setzen. Aber bis dahin... ohoh. Ich hab mir die ganze Zeit gesagt: Das wird schon noch richtig toll, du bist nur zu blöde... Als ich es dann kapiert hatte, hatte ich vielleicht schon so viel Fehlversuche hinter mir, dass der Spaß schon weitest gehend weg war.

Schade finde ich, dass man das Game so locker austricksen kann. Einfach in die Börse gehen, irgendwelche Aktien (egal, was, die Story zu den Unternehmen sind nett aber aubsolut folgenlos) für niedrige Kurse kaufen und teuer wieder verkaufen. Dann warten, bis die Preise wieder runtergehen und das Spiel beliebig wiederholen. So kriegt man dann erstmal auf die Schnelle die ersten 500 Milliarden zusammen. Und ab da hat man dann auch Ruhe.

Fazit
Ist wohl weissgott nicht für jeden was, hat aber seinen Reiz. Ist aber tatsächlich nur für leidensbereite Hobbymasochisten tauglich. Was man da mit einer richtig durchdachten und spielerfreundlichen Steuerung alles hätte mächen können ? Ein wundervolles Beispiel für 100% Potential - und davon 70% durch schlechte Umsetzung. Schade, denn solche Spiele gibt es für Konsolen leider viel zu wenig...
  5,5 / 10
Durchschnitt: 5.8 (aus 2 Beiträgen)
Leserwertung von Hanselpansel zu
[02-09-2015 11:04] 

Xbox Live Arcade - State of Decay


Entwickler: TBA
Publisher: Microsoft Studios
Genre: Action - Survival Horror
Erhältlich seit: 05. Juni 2013
Es handelt sich hier um ein Open-World-Spiel, welches zwar auch einer Handlung folgt, dem Spieler aber immer die freie Wahl lässt, wie er weiter macht. Die Handlung ist kurz und knapp erzählt: Menschen werden krank, sterben, stehen wieder auf und haben Hunger - lebe damit (The walking Dead lässt angenehm grüßen :-) )

Das Spiel ist natürlich in erster Linie ein Actionspiel, in dem es darum geht, zu überleben und dabei möglichst viele Zombies zu pürieren. Hört sich erstmal nicht so toll an, wer sich aber die Mühe macht, den ersten Abschnitt in der der Wildhüterhütte zu durchspielen, erkennt spätestens in der nächsten Zuflucht, dass das Spiel deutlich mehr zu bieten hat. Da spielt auf einmal der Nachschub für die Gruppe der Überlebenden eine Rolle, Baumaterial zur Errichtung neuer Einrichtungen, die Verteidigung der Zuflucht und natürlich die eigenen Fähigkeiten rollenspiel-like zu verbessern - wer viel prügelt, wird ein Starprügler, wer viel schiesst, ein besserer Schütze. Nicht zu vergessen der Einfluss, den man selber auf die Gruppe durch Lieferung von Nachschubgütern nimmt.

Grafisch gesehen ist das Spiel nicht in der obersten Liga angesiedelt, aber absolut okay. Die Welt an sich gefiel mir konzeptionell sehr gut, da sie nicht eintönig ist sondern mit viel Liebe und Phantasie gestaltet wurde. Die Welt wirkt in sich absolut authentisch und lebendig (Wenn man mal von den Untoten absieht), keine Gegend gleicht der anderen und auch in der Gewaltdarstellung ist hier der Mittelweg zwischen Matsch-macht-Spaß und Muss-das-sein recht gut gelungen. Die Umgebung ist fast vollständig nutzbar, alles, was man findet, kann man auch nehmen, jedes Haus begehen und jedes Auto kapern.

Steuerung und Gameplay wirken gut abgestimmt, prügelt man auf einen Untoten ein, landen die Schläge auch bei ihm und nicht in der Wand daneben - nur, weil man sich beim Nachsetzen einen halben Zentimeter gedreht hat.

Was mir nicht gefallen hat: ...hält sich eigentlich in Grenzen. Das sind Kleinigkeiten, die in der Masse leider manchmal ein bisschen den Spaß verderben.

Zum Beispiel der Rucksack. Da passt halt Menge x an Gütern rein (abhängig von der Feldgröße). Tatsächliches Gewicht oder Volumen spielen hier keine Rolle. So kann man halt im ersten Rucksack 6 Gegenstände mitnehmen, aber ob das 6 verschiedene Notizzettel sind oder 6 verschiedene Gewehre... Nach 6 ist Schluss und der Rucksack voll. Das nervt besonders in den Momenten, in denen man ein Haus plündert und deutlich mehr findet, als man mitnehmen kann.

Schlagwaffen nutzen zu schnell ab. Will ich ein größeres Haus durchforsten, können auch zwei Waffen zu wenig sein - diese nutzen dann nicht nur ab sondern zerbrechen und sind dann halt schlicht weg. Ärgerlich für alle, die noch keine Werkstatt zur Reparatur gebaut haben, denn manchmal gibts da echte Engpässe beim finden neuer Waffen. Dann muss man aufs schießen ausweichen oder die Zombieboys mit  der bloßen Hand massakrieren. Das erste hat den Nachteil, dass man zu viel Aufmerksamkeit erregt und die Untoten aus allen Ecken kommen, das Zweite, dass die Gesundheit einfach zu schnell drauf geht. Und damit kommen wur zum Nächsten...

Ist man verwundet, kann man sich nicht einfach heilen sondern muss den Charakter wechseln und den anderen sich selber in der Nacht im Bett heilen lassen. Das dauert dem Prügelfan einfach zu lange :-)

Was ich auch nicht verstehe, ist die Wandelfähigkeit der Zombies. Diese kommen genreüblich hinkend und strunzdoof auf einen zugelaufen, werden etwas schneller und zielstrebiger wenn sie einen denn mal bemerkt haben, benehmen sich also tollpatschig und hirnlos, wie man es erwarten würde. Andererseits entwickeln sie dann aber auch auf einmal die Fähigkeit, Türen zu öffnen oder wieselflink über Mauern zu klettern, hinter denen man sich sicher wähnte. In ein Haus zu laufen, um sich zu verstecken und die Tür hinter sich zu schließen, hilft also nicht.

Fazit
Das Spiel hat ein wirklich großes Potential, viele Stunden Spaß zu machen. Der Schwierigkeitsgrad ist passabel, nicht zu leicht aber auch weissgott kein Selbstgänger. Hat man die verschiedenen Strategien für verschiedene Gegner erstmal verinnerlicht, läuft es eigentlich recht gut und auch die aufgezählten Schwächen sind eher Schönheitsfehler, an die man sich gewöhnen kann. Es vereint reine Prügel- und Ballerszenarien mit einer genau so wichtigen Spielstrategie. Aber vor allem: es macht einen Heidenspaß, man ist niemals wirklich sicher, alles kann passieren und hinter jeder Ecke oder jedem Baum kann ein gieriger Beisser schlummern. Schlaft ab jetzt besser nur mit einem Auge...

P.S.: Kleiner Tipp... Stößt man auf Horden, erledigt man sie am besten mit Fahrzeugen und zwar mit geöffneten Türen, dann verschleissen die Fahrzeuge deutlich weniger. Sich mit einem Knüppel in der Hand mit 20-30 Zombies anzulegen, geht sonst schnell mal in die Hose...

  8 / 10
Durchschnitt: 8.0 (aus 1 Beiträgen)
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