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Xbox Play Day 2010

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Mit der gamescom 2010 setzt sich der Trend der großen Hersteller fort, ihren eigenen Pressetag bereits am Dienstag vor der Messe zu veranstalten. Während EA und Sony am späten Nachmittag ihre Konferenzen abhielten, konzentrierte man sich bei Microsoft weniger auf viele Worte, sondern ließ die Leute einfach selbst Hand anlegen. Auf dem Gelände der Vulkangesellschaft in Köln Ehrenfeld mietete man kurzerhand eine moderne Halle an und bot den anwesenden Journalisten ein exklusives Anspielerlebnis abseits vom Messestress.


 
Nachdem der Einlass dank zahlreicher Gäste weniger stressfrei von statten ging, hielten unsere lüsternen Augen anstatt nach einem kalten Getränk sofort Ausschau nach Fable III. Nach kurzem mitleidigem Augenkontakt mit einem der anwesenden Lionhead-Mitarbeiter, winkte uns dieser auch gleich herüber als ob er Fanboys bereits auf Entfernung anhand von Aussehen und/oder Geruch aufspüren könne. Ob uns das zu denken geben sollte? Jedenfalls ließen wir uns selbstverständlich nicht lange bitten. Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt: 50 Jahre sind seit Fable II vergangen, der Held des Vorgängertitels erlangte wohl die Macht über Albion und nun sind seine Stammhalter an der Reihe, das Zepter zu übernehmen. Zumindest einer davon. Der machtbesessene Bruder des eigenen Hauptcharakters regiert Albion in einer mit den Genfer Konventionen eher weniger übereinstimmenden Art und Weise. Wie bereits seit der Ankündigung des Spiels bekannt, dreht sich die Handlung nun darum, selbst an die Macht zu kommen. Ob man das auch definitiv schafft oder ob es auch endgültige Wege des Scheiterns im fertigen Produkt zu betreten gibt, wollte man uns nicht verraten. Um als Herrscher jedoch den vollen Überblick zu haben, hat man einige Vereinfachungen vorgenommen was den Umgang mit dem eigenen Reich angeht. Bereits in den Vorgängertiteln konnte man zu einer einflussreichen Person Albions aufsteigen. Man konnte etwa sämtliche Häuser im Spiel kaufen, musste dazu aber auch immer umständliche Reisen antreten. Reisen, die dazu auch meist schwer zu überblicken waren, da eine übersichtliche Oberweltkarte nicht implementiert wurde. Diese gibt es nun und sie ist sogar in 3D dargestellt. Mit einem Cursor, der an typische Aufbauspiele wie Anno oder die Siedler erinnert, könnt ihr sämtliche bereits aufgespürten Ortschaften anwählen und beispielsweise von dort aus bequem alle Häuser anwählen und kaufen/verkaufen/vermieten, ganz wie ihr das möchtet. Auch NPCs lassen sich von hier aus ansteuern, Sidequests auswählen und warpen darf man natürlich auch. Die Spielwelt soll dabei im Vergleich zum Vorgänger ungefähr doppelt so groß sein und man soll weiterhin darauf erpicht gewesen sein, sich vom ursprünglich schlauchartigen Leveldesign zu entfernen. Inwieweit dies bisher geglückt ist und was wir sonst noch so bei unserem dritten Besuch in Albion erlebt haben, lest ihr in den nächsten Tagen in unserem ausführlichen Preview.


 
Gleich neben den Anspielstationen zu Fable III, wartete auch schon die Shooter-Hoffnung der kommenden Herbst-Saison, Halo: Reach. Angespielt werden konnte hier der bereits aus Halo 3: ODST bekannte Firefight-Modus, bei dem man nicht mehrspielertypisch gegeneinander antritt, sondern Seite an Seite aufkommende Gegnerhorden bekämpft. Großartige Unterschiede zu den beiden Vorgängertiteln auf Xbox 360 sind uns dabei aber nicht aufgefallen. Optisch hat sich nicht viel getan und spielerisch erst recht nicht. In Bezug auf den Firefight lassen sich nun die Spawnpunkte frei wählen sowie die Waffensets durchwechseln. Ansonsten wird gewohnt gute Mehrspielerkost geboten. Im Laufe der Messe werden wir aber noch versuchen, einen Blick auf den Singleplayermodus zu werfen. Abgesehen von diesen beiden Titeln und einem neuen Age of Empires, das im knalligen aber stylishen Comiclook gehalten ist, lag der Fokus natürlich auf Kinect, Microsofts Waffe gegen PlayStation Move. Für die Mädels standen hier Titel wie Kinectimals, Your Shape: Fitness Evolved oder Dance Central auf dem Programm, die wir unserem Schamgefühl aber erstmal nicht zumuten wollten. Sonic Free Riders sah da schon interessanter aus. Zwar waren die Vorgänger Sonic Riders und Sonic Riders: Free Gravity alles andere als spielerische Glanzprodukte, für eine Demonstration des Kinect-Spielprinzips sollte es uns aber reichen. Und tatsächlich funktioniert das Ganze besser als anfangs gedacht.
 Autor:
Thomas Steuer
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